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LSV Ladenburg vs. TVG-1b 25:34
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Überraschende Klarheit der TVG-1b Herren
Großsachsen dominiert auch in Ladenburg das geschehen mit 34 : 25
„Dieser Erfolg ist 100 Mal höher anzusiedeln als jeder Kantersieg, den wir bis jetzt zu Hause verbuchen konnten“, resümierte TVG-Coach Stefan Pohl noch etwas ungläubig im Anschluss an die souveränen Vorstellung seines Teams beim 34:25-Auswärtssieg beim LSV Ladenburg.
Nach dem ersten knappen Auswärtserfolg im einzigen Heimspiel beim Tabellenschlusslicht Post SG Mannheim, konnten die Hirschberger nun eindrucksvoll unter Beweis stellen, dass sie auch auswärts durchaus deutlich bestehen können.
Dabei war einmal mehr die Abwehr der entscheidende Faktor im Spiel des TVG. Von der ersten Minute an konnten Max von Babka und Kornelius Padberg den studiumsbedingten Ausfall von Hendrik Rupp glänzend kompensieren und vor allem Florian Mäffert bewies mit der Deckungsarbeit gegen den stärksten Ladenburger Jochen Stadler seine Abwehrqualitäten. Ansonsten konnte sich der TVG auf seinen überragenden Schlussmann Marc Heinzelbecker verlassen, der nach 30 Sekunden den ersten Ladenburger Strafwurf parierte und bis zum Schlusspfiff seine stärkste Saisonleistung ablieferte ohne auch nur den kleinsten Durchhänger erahnen zu lassen.
Die kluge und übersichtliche Regie von Lukas Göcke und eine selten so konzentriert gesehene Chancenverwertung ergänzten im Angriff die starke Defensivarbeit.
Die Römerstädter ihrerseits schienen zu Beginn der Partie geradezu überrascht ob des konsequenten Tempospiels der Gäste und erwachten erst gegen Ende der ersten Halbzeit wie aus einem bösen Traum, der jedoch bis zum 9:17-Halbzeitstand längst Realität geworden war.
In der Halbzeitpause wusste Pohl seine Mannschaft inständig auf die ersten zehn Minuten des zweiten Durchgangs einzuschwören und fand, zumindest was die Verteidigung anging, durchaus Gehör. Der Angriff zeigte sich zunächst etwas holperig. Viele technische Fehler und, aufgrund einer Manndeckung gegen Lukas Göcke, fehlende Struktur trugen dazu bei, dass die ersten zehn Minuten nahezu ausschließlich mit Fokus auf die Deckungsarbeit begangen wurden. Jedoch hielt man auf diese Weise den einigermaßen sicheren Vorsprung von acht Toren und konnte diesen schließlich in Unterzahl auf 10 Tore anheben. Dennoch folgte 15 Minuten vor Spielende wieder einmal eine spielerische Durststrecke. Ohne klares System im Angriff und mit leichtfertigen Ballverlusten ermöglichte man den Ladenburgern einfache Tore, die von der routinierten Truppe um Roger Pauli gerne genutzt wurden um sich auf 25:30-Tore heranzuarbeiten. Nach einigen Minuten hatten sich die Gäste jedoch wieder gefangen und stellten mit einer knackigen Schlussoffensive gegen mittlerweile resignierte Gasgeber den 25:34-Endstand her.
Letztenendes steht bei den Kreisliga-Handballern des TVG Großsachsen ein Sieg zu Buche, der nicht zwingend und in dieser Höhe schon gar nicht zu erwarten war. Doch eben dies drückt genau jene Zwanglosigkeit aus, die sich im Spiel und im momentanen Auftreten dieses jungen Teams widerspiegelt. „Wir könnnen hier heute nur gewinnen“, hatte Stefan Pohl vor der Partie in Ladenburg gesagt und hatte damit den Sinn der bisherigen Saison getroffen. Ein Geheimnis, das eigentlich keines ist, weil es wohl eher eine sportliche Grundausstattung darstellt, die man, wie eine Klimaanlage im Auto, erst einschalten muss um sie zu nutzen. Optimistischer Realismus. Schm.
LSV: Schlepp, Hane; Schmich (1), Stadler, C., Stadler, J. (8), Weissling (1), Kuhn (3), Pauli (3/1), Stadler, S. (4), Reisert, Schorle (3), Felsmann (1), Fräfel (1).
TVG: Heinzelbecker; Steinbeck (6), Padberg (5), Kohl, Mäffert (6/3), Göcke (5), Helm (1), v. Babka (6), Schmitterer (4), Schäfer, Nielsen (1), Kern.
03.11.08
Stichwörter:
Großsachsen,
Handball,
TVG 1b