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Nun also doch: In den letzten Tagen wurde schon über ein Engagement des englischen Fußballpopstars bei den Rossoneri spekuliert, jetzt ist es amtlich. Beckham wird bis zum Saisonende an die Mailänder ausgeliehen und kehrt dann wieder in die USA zurück. Doch taugt der Transfer überhaupt was?
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Gerade verpasste David Beckham die Qualifikation für die Playoffs mit seinen Los Angeles Galaxys. Um nicht außer Form zu kommen, wollte er sich in Europa bei einem internationalen Spitzenklub fit halten. Der AC Mailand erklärte sich kurzerhand bereit, dem Engländer Asyl zu gewähren. Dass daraus eine längere Liaison werden würde, wurde zwar kolportiert, aber so richtig glauben wollte es keiner. Heute aber wurde das Unfassbare bestätigt: David Beckham wird bis zum Saisonende beim AC Mailand spielen und dann wieder zu seinem eigentlichen Klub zurückkehren.
Sportlich kann man den Transfer dezent als Flop bezeichnen. Beckham ist schon lange nicht mehr der von früher. Mit seinen 33 Jahren ist auch schon aus seinem besten Fußballalter raus. Bei den Los Angeles Galaxys wurde er als Messias gefeiert, doch nach zwei Jahren ohne Playoffs-Teilnahme ist auch dort die Begeisterung für den Popstar erloschen. Zwar strahlt er bei Standardsituationen immer noch Gefahr aus, aber im Spiel selbst fehlen ihm Dynamik und die Spritzigkeit. Von einer Verstärkung in sportlicher Hinsicht kann also keine Rede sein.
Dass wissen die Verantwortlichen des AC Mailand natürlich auch, weshalb sich die Frage stellt, wieso sie das Leihgeschäft dennoch forcierten? Aus einem einfachen Grund: Zum Marketingzweck. Die Person Beckham zieht an und elektrisiert die Massen. Kein Wunder, dass sich Milan-Boss Adriano Galliani von dem Transfercoup ein Ansteigen der Zuschauerzahlen erwartet: „Beckham wird ein paar mehr ins Stadion bringen, sicher nicht weniger", scherzte Galliani.
Der italienische Fußball steckt ja im Moment in einer tiefen Sinnkrise. Die Fans kehren ihren Vereinen scharenweise den Rücken und es kommt immer häufiger vor, dass Spiele vor einer Geisterkulisse ausgetragen werden. Spieler vom Format eines Beckhams können da natürlich als Zuschauermagnet fungieren. In Italien gehen den Fans nämlich langsam die Helden aus.
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