(Triathlon)
"Mik Mitochondrium" aka Mirko Zill ironisiert im autobiografischen Stil seinen sportlichen Leidensweg und dokumentiert seine Metamorphose vom talentfreien Freizeitsportler zum "Eisenmann" - trotz eines Informationsgehaltes gleich Null ein Intervall-Workout für Lachmuskeln!
Tach(eles), liebe Freunde des Leidens und des Leistenbruchs - ach ja...und des Ausdauersports! Ich habe heute die Freude, mich Euch kurz vorzustellen:
Mirko Zill, in der internationalen Ausdauerszene besser bekannt unter dem Namen „Mik Mitochondrium“ erblickte vor 41 Jahren das Licht dieser Welt und wurde bereits in der 3. Klasse als hochbegabt eingestuft als er durch jahrelange, wissenschaftlich fundierte Selbststudien den Beweis führte, dass Nutella-Brote und Limonadengetränke zwar in erster Linie schmecken, aber leider erschreckend "langsam" machen. Bereits ein Jahr später untermauerte er diese These während des Sportunterrichts mit einer für lange Zeit geheimgehaltenen Formel, die er in Ermanglung profunder Rechtschreibkenntnisse sowie geeigneter Schreibutensilien aus Butterbrot, Salzstangen und Milchschnitte formte und somit für die Ewigkeit konservierte. Diese einfache und gleichzeitig raffinierte Formel für ernährungswissenschaftliche Wechselbeziehungen sowie deren im höchsten Maße erschreckenden Auswirkungen wurde für Jahrzehnte in den unterirdischen Hochsicherheitseinrichtungen der Rasthauskette zum goldenen M als eines der bestbehütetsten Geheimnisse der Menschheit bewahrt und gilt seither neben den Begleitumständen der Watergate-Affäre und der Ermordung von John F. Kennedy als Vorlage für Bestseller und zahlreiche Verschwörungstheorien.
Erst als der amerikanische Gesundheitsguru und Personaltrainer vieler ehemaliger C-Promis aus der Film- und Musikindustrie, Dave Kirsche, im Jahre 2007 unter mysteriösen, bis heute nicht zweifelsfrei geklärten Umständen in den Besitz dieser geheimnisumwobenen Formel gekommen war und daraufhin durch die Veröffentlichung zahlreichen Diät-Ratgeber und den Verkauf seiner überteuerten Nahrungsergänzungsprodukte zu unermesslichem Reichtum gekommen war, verblüffte Mik zwar die internationale Fachwelt und erlangte damit unfreiwilligen Weltruhm, jedoch leider keine Millionen! Dieser herbe Rückschlag in Mik´s so kurzer Karriere galt auch bis heute als schicksalsträchtiger Auslöser für die spätere Berufswahl und den qualvollen Werdegang eines Business Consultants (nicht einmal erst selbst weiß, was das ist?!), was ihm zwar schlechtere Augen und Übergewicht, aber keine bessere Kondition bescherte. Auch regelmäßige Aufenthalte in diversen Fitnesstempeln, landläufig auch als „Muckibude“ oder „Männererholungsheim“ bezeichnet, resultierten nach Jahren des Eisenstemmens und der Askese gepaart mit kulinarischen Entbehrungen zwar in deutlich erhöhtem Muskelwachstum und dadurch attraktiverer Figur, wurde jedoch von ausgeprägter Kurzatmigkeit beim Treppensteigen und sonstigen aeroben Aktivitäten des täglichen Lebens, wie z. B. Eierlauf und Sackhüpfen, begleitet.
Jedoch erst nachdem die beständigen Rufe seines damaligen Boxtrainers beim Anschwitzen „Los Dicker – lauf!“ nachhaltigen Eindruck hinterließen, wurden Einladungen zu gemeinsamen Waldläufen nicht mehr, wie sonst meist üblich, leichtfertig ausgeschlagen, sondern zur Verwunderung eines guten Freundes, der sich bereits auf der Leichtathletik-Mittestrecke verdient gemacht hatte, dankend angenommen. Im Ergebnis dieses erstmaligen Lauferlebnisses gepaart mit Überlebenskampf und Wadenkrampf kann zusammenfassend festgehalten werden, dass sich der spätere Wunderläufer schwor, niemals wieder seine Kondition zu vernachlässigen – koste es was es wolle! Es dauerte eine weitere Dekade, bis sich zwar seine Kondition signifikant verbesserte, jedoch das Körpergewicht immer noch nahe der Doppelzentnergrenze einpendelte – je nach Mondphase und Gezeitenstand! Hieran hat sich bis zum heutigen Tage nur wenig geändert. Insgesamt also denkbar ungünstige Voraussetzungen für den leistungsorientierten Ausdauersport, wo man mit einem Körpergewicht über dem Temperaturhöchstwert eines europäischen Sommers als deutlich übergewichtig galt!
Seit nunmehr vier Jahren ist er dem Triathlonsport, bestehend aus Langstreckenplanschen, Stützräderzeitfahren und Intervallwalking hoffnungslos verfallen. Er wird als legitimer Nachfolger des Triathlon Olympia-Siegers von 2008, Jan "Frodo" Frodeno, gehandelt und im gleichen Atemzug mit Ausnahmeathleten der internationalen Triathlonelite, wie den „Realert Brothers“, Thomas Hellriegel, Nils Goerke, Timo Bracht und Chris McCormack genannt - leider nicht, wenn es um deren sportlich herausragenden Leistungen, sondern um die Mengen der täglichen Nahrungsaufnahme geht. Seine konditionellen Grundlagen hat er sich in der Vergangenheit beim Hallenhalma – seine herausragende mentale Stärke beim Großfeldschacht mühevoll und entbehrungsreich erarbeitet. Aber auch an sportlichen Vorbildern mangelt es dem gebürtigen Flachlandtiroler nicht. Allen voran Hans-Joachim "Hajo" Schumacher, alias "Achim Achilles"! Weniger wegen dessen literarischen Ergüssen, sondern wegen dessen konsequenter Haltung zur Regenerationsüberkompensation, ohne die seine hinteren Platzierungen bei diversen Wald- und Wiesenwettkämpfen sicher nicht möglich gewesen wären! 
Mik bekennt sich öffentlich zu übertriebenen, schriftlichen Ausarbeitungen bei täglicher Korrespondenz, sprengt regelmäßig die maximal anwendbare Zeichenvorgabe für sämtliche Online-Formulare und ignoriert vorsätzlich das Gebot des KISS-Prinzips (keep it short and simple). Dennoch legt Mik bei seinen Ausführungen stets sehr großen Wert auf eine gehörige Portion Selbstironie und Wortwitz geparrt mit zweideutigen, nicht selten anstößigen Äußerungen, ohne die sein unqualifiziertes Gekritzel ohnehin der Überflüssigkeit preisgegeben wäre.
Er scheucht in seiner Funktion als ehrenamtlicher Rad-Guide des größten deutschen Triathlonvereins und akkreditierter Triathlon Coach seine Schutzbefohlenen gern durch die norddeutsche Hochebene und ist hierbei aufgrund bester Freundschaft mit Kollegin Schwerkraft nur bergab wirklich schnell. Als Extrem-Supporter auf der Langdistanz hat Mik sein Können bereits mehrfach auf den Rennstrecken dieser Welt bewiesen und motiviert seine Vereinskollegen stets via Megaphone mit aufmunternden Sprüchen, wie: „Los, quäl´ Dich, Du Sau!“ oder „Mensch, gib doch nur einmal im Leben 100%!“ – gern auch: „Wir warten schon seit der letzten Steinzeit auf Dich - haste das Rad neu erfunden?“, sehr häufig "Los jetzt, das hier ist die Wechselzone und kein Picknickplatz!" oder „Meine Uhr muss kaputt sein bei den großen Zahlen auf´m Display?!“ – schön auch: „Das ist hier kein Kaffeeklatsch – wer noch Reden kann, hat Reserven!“ bzw. „Komm, das heißt Laufstrecke - nicht Gehweg!“ oder einfach nur „Druck, Druck, Druck!“. Nur äußerst selten und im absoluten Notfall lässt er sich zu deutlich weniger effizienten Aussagen hinreißen, wie z. B.: „Klasse machst Du das – ich bin stolz auf Dich!“ oder „Wenn ich nochmal geboren werde, möchte ich so werden wie Du!“ oder auch „Das sieht super aus – noch ganz locker…weiter so!“ oder gar „Hopp, Hopp, Hopp – Du schaffst das!“ bzw. „Die Schmerzen vergehen – der Ruhm bleibt bestehen!" und noch seltener "Auf geht´s - wir sehen uns gleich im Ziel!“ Wer diese Worte auf der Rennstrecke vernimmt, sieht meist schon richtig Scheiße aus und sollte sich spätestens jetzt Gedanken über die Erreichung der Ziellinie machen sowie nach plausiblen Ausreden für sein Versagen suchen..! ;-)
Andere Triathlonkameraden seines Vereins kommen nach eigener Aussage sehr häufig „…vom Laufen“ – er antwortet auf solche Anflüge des Breitstrahlurinierens und der Selbstbeweihräucherung stets: „Cool - und ich vom Saufen!“ 
Erst im Sommer des Jahres 2011 konnte Mik Mitochondrium nach der „Wasserschlacht im Wörthersee“ die im eigenen Familienkreis höchst zweifelhaft anerkannte Ehrung eines „Stahlburschen“ empfangen als er nach 10 Stunden 47 Minuten und 11 langen Sekunden eher zufällig über die Ziellinie stolperte und die erlösenden Worte „U R an Ei-ron-määääähn!!“ in traditionell österreichischer Ermangelung eines bleifreien Biers mit einem „zünftigen Weizen“ feierte – Prost!
Wer eine detaillierte Berichterstattung zum Leidensverlauf & Leistungsknick des "Wasserschweins vom Wörthersee" lesen möchte, "liked" mit dem FB-Lesezeichen...thx! 
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