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© Foto: Sandro Donda
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Die Gewinner des diesjährigen Fair Play Preises sind Fußballprofi Gerald Asamoah, Paralympics-Siegerin Katrin Green, die ihm Ehrenamt engagierte Heike Schmidt und der Deutsche Frisbeesport-Verband.
Der Preis wird seit 1998 vom Bundesministerium des Innern (BMI) und heuer zum ersten Mal zusammen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam verliehen. Die Preisträger wurden im Rahmen des „Festes der Begegnung“ der Stiftung Deutsche Sporthilfe im Eventwerk in Dresden ausgezeichnet.
Als Vorbilder bezeichnete DOSB-Vizepräsidentin Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper die Geehrten.
Dr. Ole Schröder, Parlamentarischer Staatssekretär im BMI machte deutlich: „Gerade im Sport wird deutlich, wie wichtig Fairness, die Einhaltung von Regeln und Respekt vor den Mitmenschen für die Gesellschaft sind. Wer sich fair verhält, gerade auch in schwierigen Wettkampfsituationen, und wer sich für andere einsetzt, der macht sich gleichzeitig um den Sport und um unsere Gesellschaft insgesamt verdient.
Gerald Asamoah erhielt den Preis für sein faires Verhalten im Abstiegskampf der vergangen Fußballbundesligasaison. Sein Verein, der FC St. Pauli, hätte jeden Punkt für den Klassenerhalt brauchen können. Trotzdem klärte Asamoah den Schiedsrichter über eine zu Unrecht gegebene Ecke für seine Mannschaft auf, und brachte sich und sein Team aufgrund dieser Fairness um eine gute Torchance. St.Pauli verlor das Spiel und stieg später ab.
Bei der Leichtathletik-WM der Behinderten im Januar 2011 in Christchurch/Neuseeland trat die Leverkusenerin Katrin Green in außergewöhnlicher Weise für ihre schärfste Konkurrentin, die Französin Marie Amelie LeFur ein. Nachdem die Kampfrichter deren Spikes beanstandet und deshalb mit normalen Turnschuhen im 200-Meter-L auf antreten lassen wollten, bestand Green noch kurz vor dem Start darauf, dass die in Tränen aufgelöste Französin ihre Spikes zurückerhielt. Diese gewann daraufhin Gold. Katrin Green holte Silber in einem fairen Wettkampf.
Heike Schmidt aus Cramonshagen bei Schwerin setzt sich seit rund 20 Jahren unermüdlich in vielen Aktionen gegen Gewalt und Menschenfeindlichkeit ein. Dabei nutzt sie insbesondere die Plattform des Sports, die großes Potential auf diesem Feld bietet. Unter anderem initiierte sie dieses Jahr die „Sternenfahrt nach Schwerin“, ein großes Kinder- und Jugendfußballfest, das auf die Unterstützung zahlreicher Prominenter zurückblicken kann. Allen voran setzten 24 Profispieler von Werder Bremen gemeinsam mit Heike Schmidt ein Zeichen gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit.
Und auch der Deutsche Frisbeesport-Verband (DFV) wurde mit dem Fair Play Preis ausgezeichnet. Ein Sport wie Ultimate-Frisbee, der auch auf höchstem Niveau und bei Titelkämpfen wie Welt- und Europameisterschaften ohne Schiedsrichter auskommt, sei vorbildlich für die Wertvorstellung in Sport und Gesellschaft, so die Begründung der Jury. Spaß und gegenseitiger Respekt stehen im Vordergrund im Frisbee-Sport, gegnerische Mannschaften lösen ihre Konflikte selbst, harte Strafen sind nicht nötig – ein einzigartiges Beispiel für Fair Play.
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