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(Radsport)
Nach dem Ausstieg von Lance Armstrong und Jan Ullrich hat die Tour wieder an Spannung gewonnen und es kommen mehrere Fahrer für den Gesamtsieg in Frage. Spielt vielleicht sogar ein Deutscher im Kampf um Gelb eine Rolle? Die Favoriten werden hier vorgestellt.
Cadel Evans (Lotto): Der Australier ist als letztjähriger Tour-Zweiter und nach dem Startverbot für das Team Astana um den Sieger von 2007 Alberto Contador automatisch der Topfavorit auf den Gesamtsieg. In den letzten Jahren hat sich der ehemalige Mountainbiker regelmäßig gesteigert, gelingt ihm das auch bei dieser Tour, wird der Toursieg nur über ihn gehen. Zumal hat er das erfolgreichste Frühjahr seiner Karriere hinter sich (2. bei Baskenland-Rundfahrt/Flèche Wallonne/Dauphiné Libéré).
Alejandro Valverde (Caisse d´Epargne): Der Spanier gilt in seiner Heimat schon lange als kommender Toursieger. Seit einigen Jahren gehört Valverde zur Weltspitze, um so überraschender, dass ihm erst im Juni sein erster großer Triumph mit dem Sieg bei der Dauphiné Libéré gelang. Der 28-jährige gehört nicht zuletzt als spanischer Landesmeister zum engsten Favoritenkreis.
Denis Mentschow (Rabobank): Der Russe brachte sich beim Giro d´ Italia in Form. Er erreichte den fünften Platz im Gesamtklassement und trat nach dem Giro nicht bei den beiden klassischen Vorbereitungsrennen der Tour de Suisse und dem Criterium Dauphiné Libéré an. Dennoch muss man den zweifachen Vuelta-Gewinner immer auf der Rechnung haben!
Damiano Cunego (Lampre): Der Italiener hat Markus Fothen bei dessen Tour-Premiere am vorletzten Tag das Trikot des besten Jungprofis streitig gemacht. Der Kletterspezialist und Giro-Sieger von 2004 hat allerdings wie sein Kollege Valverde Probleme bei Zeitfahren.
Andy Schleck (CSC): Der Belgier und sechstplatzierte der Tour de Suisse kann vor allem durch seine konstante Fahrweise brillieren. Ein großer Vorteil könnte das starke Team um seinen Bruder Frank und Carlos Sastre sein, die im Kampf um einen guten Platz im Gesamtklassement Druck von ihm nehmen können.
Kim Kirchen (Columbia/High Road): Der Luxemburger belegte im letzten Jahr Platz sieben bei der Tour. In diesem Jahr fuhr der Kapitän vom Team High Road eine starke Tour de Suisse. Allein das schlechte Abschneiden beim Bergzeitfahren verhinderte seinen Gesamtsieg.
Markus Fothen (Gerolsteiner): Der Deutsche blieb im vergangenen Jahr weit hinter den Erwartungen zurück. Dieses Jahr stimmt die Form mit einem Etappensieg bei der Tour de Suisse und Platz acht in der Gesamtwertung. Für ganz vorne wird es bei allem Optimismus wahrscheinlich nicht reichen, Ziel ist ein Platz unter den ersten Zehn in der Gesamtwertung.
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