Die US-Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen gegen den siebenmaligen Tour-Sieger und sein früheres Team wegen des Vorwurfs des Dopings eingestellt.
Der 40 Jahre alte US-Amerikaner, der die Anschuldigungen stets bestritten hat, muss damit keine strafrechtlichen Konsequenzen mehr fürchten. "Ich bin hoch erfreut zu hören, dass die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt hat. Es ist die richtige Entscheidung und ich lobe sie dafür, sie getroffen zu haben", ließ Armstrong durch einen Sprecher mitteilen:
Nach dem offiziellen zweiten Ende seiner Rad-Karriere im vorigen Jahr tritt Armstrong sporadisch bei Triathlon-Wettbewerben an. Rund zwei Jahre lang hatte die Staatsanwaltschaft nach Beweisen für ein Dopingprogramm in den Jahren 1999 bis 2005 in Armstrongs früherem Team US Postal gesucht.
Anti-Doping-Agentur ermittelt weiter
Die Anti-Doping-Agentur der USA (USADA) erklärte nach der Einstellung des Verfahrens allerdings, dass sie ihre eigenen Untersuchungen fortsetzen werde. "Anders als für die US-Staatsanwaltschaft ist der Job der USADA, den Sport sauber zu halten und nicht, Strafgesetze durchzusetzen. Unsere Untersuchungen gegen Doping im Radsport werden fortgesetzt. Wir warten schon darauf, die Informationen zu bekommen, die in der staatlichen Untersuchung gesammelt wurden", sagte USADA-Chef Travis Tygart.
Seit 2001 verfolgen Armstrong Dopinganschuldigungen. Damals gab er bekannt, mit dem höchst umstrittenen italienischen Sportarzt Michele Ferrari zusammengearbeitet zu haben. Vorwürfe gegen Armstrong kamen unter anderem von seinem Landsmann und ehemaligen Teamkollegen Floyd Landis. Landis hatte Armstrong beschuldigt, nicht nur selbst leistungssteigernde Mittel genommen, sondern auch Teamkollegen erklärt zu haben, wie man nicht erwischt werde. Er selbst sei Zeuge gewesen, wie Armstrong und Teamkollegen illegale Substanzen verwendet hätten, hatte Landis behauptet. Zudem hatte die Ehefrau von Armstrongs früherem Teamkollegen Frankie Andreu in einem Interview mit dem Magazin Sports Illustrated erklärt, Armstrong habe gegenüber den Ärzten, die ihn wegen seiner Hodenkrebs-Erkrankung behandelten, die Einnahme von leistungssteigernden Mitteln zugegeben.
Eine Untersuchung des Radsport-Weltverbandes UCI hatte Armstrong von dem Vorwurf entlastet, bei seinem Tour-Sieg 1999 mit EPO gedopt zu haben. Zuvor hatte die französische Sporttageszeitung L'Equipe berichtet, dass sechs Dopingproben von Armstrong Spuren von EPO enthalten hätten.
Stichwörter:
Doping,
Lance Armstrong,
Rennradsport,
Tour de France