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Nieselregen und viel Trubel beim 30. Berliner Halbmarathon, von knapp 24.000 kamen nur knapp 19700 an.
Dieses Jahr war ich eigentlich gut vorbereitet, wahrscheinlich zu gut. Denn am Sonnabend, den 20.03. , eine Woche vor dem Berliner Halbmarathon, hatte ich noch einen MTB-Unfall durch eine Wurzel (über den Lenker abgestiegen) bei dem ich mir die Schulter ziemlich heftig prellte.
Ich war beim Doc und bekam Diclofenac und konnte sogar vorher, allerdings unter Schmerzen, nochmal laufen. Außerdem bekam ich auch noch eine unschlagbare Verstärkung aus dem Frankenland: meine Verlobte Antje Koch, die ich am 30.04.2010 heiraten werde.
Wir waren vorher noch auf der Messe und danach auf einem kleinen Fori-Treff vom Runners World-Forum, das super lustig war. Nette Leute und viel zu lachen. Die Nacht war kurz, denn wir mussten um halb sieben schon wieder aufstehen, nur fünfeinhalb Stunden Schlaf.
Aber ich war sowieso aufgeregt und hatte genug Adrenalin im Blut um mich wach zu machen. Leider war die Schulter immer noch nicht voll beweglich und schmerzte auch noch beim Bewegen.
Nichts desto trotz fuhren wir dann nach dem Frühstück los um die anderen vom Fori-Treff noch mal zu treffen, außerdem hoffte ich auch meinen Lauf-Eleven und -partner Tom vorher noch zu treffen um ihn zur Kräfte-Einteilung zu motivieren.
Wir trafen wirklich alle, inklusive Tom, hatten noch mal Spaß, denn viele waren wirklich sehr aufgeregt und einige froren auch bei 10°C und Nieselregen in kurzen Shirts und Hosen.
Dann kam die Kleiderabgabe, letztes aufwärmen, ein dicker Kuss von meiner Antje (super Glücksbringer), etliche Male Nervositäts-PP und dann kam ich auf den letzten Drücker in meinen Startblock C und dann fiel auch schon der Startschuss.
Ich lief locker los, in dem Bestreben meine Schulter möglichst gut durchhalten zu lassen. Es ging auch ganz gut bis km 11, dann merkte ich im Beinbizeps, dass ich anfing langsam zu verkrampfen.
Das Laufbild war das gleiche wie sonst, aus den hinteren Startblöcken wurde angelaufen als gäbe es kein morgen und die meisten sah ich dann auch prompt später wieder, teilweise auch streckenweise gehend.
Ich wusste ja, dass, wenn ich es ganz gut durchhalten würde bis km 16, könnte ich noch ‚ne Schippe drauf packen und mit dem Tempo anziehen. Und meine Rechnung ging auf.
Ich kam mit 1:52:41 ins Ziel, nach 4-5 PP-Pausen (verdammte nasse Füße!)und einer Schulter, die ich mir am liebsten sonst wohin gesteckt hätte. Aber total glücklich und zufrieden, denn im Ziel wartete ja meine Antje, die mir dann zu hause (nach Abschied von den anderen) ein tolles Essen machte, so dass wir den Abend ruhig ausklingen lassen konnten.
Mein Laufpartner Tom ist übrigens gut angekommen mit 2:13:28 und ich war ziemlich stolz auf ihn, denn es war ja sein Debut.
Leider wurde diese Veranstaltung durch einen Todesfall überschattet:
ein 43 Jahre alter Mann kollabierte 1 km vor dem Ziel und starb leider trotz Wiederbelebungsversuchen.
Stichwörter:
30. Berliner Halbmarathon,
Andreas Tepper,
Berlin,
Halbmarathon