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(Reiten)
Heike Kemmer ist am 24. April 1962 in Berlin geboren. Angefangen hat die reiterliche Laufbahn von Heike Kemmer eigentlich vor dem Sattel. Vor dem Sattel ihres pferdebegeisterten Vaters nämlich, der di...
Heike Kemmer ist am 24. April 1962 in Berlin geboren. Angefangen hat die reiterliche Laufbahn von Heike Kemmer eigentlich vor dem Sattel. Vor dem Sattel ihres pferdebegeisterten Vaters nämlich, der die damals 4-jährige Heike kurzerhand auf ein Woilach vor sich platzierte und mit ihr durch den Wald ritt. Dieser erste Ausritt sollte nicht ohne Folgen bleiben – von diesem Tag an war Heike ebenfalls vom Pferdevirus befallen. Nach Reitversuchen auf Schulpferden und auf „Polly“, dem ersten eigenen Pony - "Ein eher freches Modell" erinnert sich Heike, legte sie eine steile Karriere hin, die aber am Anfang sehr holprig war.
Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney war Kemmer "nur" Ersatzreiterin und kam dort nicht zum Einsatz, dennoch wendete sich das Blatt für die studierte Betriebswirtin in diesem Jahr: Sie wurde deutsche Vizemeisterin und war fortan regelmäßig auf vorderen Rängen bei Championaten und internationalen Turnieren zu finden. 2004 gewann sie Mannschaftsgold in Athen, außerdem gehörte sie zu den drei siegreichen EM-Mannschaften 2001, 2003 und 2005. Die beiden Deutschen Meistertitel 2005 und 2006 gingen ebenfalls an Heike Kemmer.
Man kann sie also auch schon zum erfahrenen alten Eisen zählen. Die dritten olympischen Spiele sind für Kemmer aber wieder eine neue Erfahrung. "Olympia ist immer was anderes. Sie sind nur alle vier Jahre und haben den höchsten Stellenwert."
Neben dem Sport machte sich Kemmer auch als Pferdezuchtexpertin einen Namen. Sie leitet mit dem Amselhof in Walle ein etabliertes Gestüt in Niedersachsen. Die 44-jährige entscheidet zudem als einzige Frau in der sogenannten Körkommission des Hannoveraner Verbandes mit darüber, welche Hengste die begehrte Zuchtzulassung erhalten.
Heike Kemmer ist Dressurreiterin. Ihr Pferd heißt Bonaparte.
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