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© Foto: wikipedia.de/Armin Kuebelbeck
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(Handballsport)
Der zurückliegende zweite Spieltag der neuen Saison brachte in der Staffel Ost der Liga 3 einige Überraschungen. R. Niemayer, Coach von Stemmer-Friedewalde, traut zwar der Sache immer noch nicht so recht, aber seine Damen scheinen mit dem Rückzug zweier Routiniers nur noch stärker geworden zu sein.
Vielleicht haben da nur ein paar Spielerinnen darauf gewartet, aus einem langen Schatten heraustreten zu können. Sei es, jedenfalls wurden, nach den HC Sachsen-Damen zum Auftakt, nun die von der SG Kirchof ebenfalls kräftig gezauselt.
Osterode ohne Rogucka übernahm die Tabellenführung. Was dahintersteht, werden nachfolgende schwerere Spiele zeigen. Ein gehandelter Titelmitfavorit, Union Halle, hat, ersatzgeschwächt zur Unzeit und mit prügelschwerem Auftaktprogramm vor dem Hemd, schon das zweite Spiel hintereinander verloren. Aufsteiger Oschatz verfehlte höchst unglücklich einen an und für sich verdienten Punkt gegen den amtierenden Staffelmeister Blomberg 2. Und die beiden Kontrahenten, die am Sonntag, 25.09.2011, ab 16:00 Uhr in der „factum arena“ aufeinandertreffen, landeten jeweils ihren ersten Saisonsieg.
Die gastgebenden HC Sachsen-Damen engagiert und am Ende souverän in Leipzig gegen die Youngsters der bekanntermaßen höchst ehrgeizigen Tainerin Dr. Marion Mendel. Dort war man über die 24:28 Niederlage im Regionalderby, an der es nichts zu deuteln gab, wohl etwas „angefressen“ und ließ jedenfalls für das Rückspiel schon mal Revanche ankündigen. Na ja, Ziele kann man ja mal haben.
Die Damen der SG Knetterheide-Schötmar dagegen kamen, nach dem sehr beachtlichen Auftaktauftritt bei Thüringen 2, gegen den wohl etwas zu leicht genommenen Liganeuling Burgdorf erst einmal in gewisse Verlegenheit, ehe Coach Axel Carls sie auf die Spur bringen konnte. Nach zwischenzeitlichem 10:13 nach 25 Minuten stand am Ende ein 35:28 Heimsieg und der hätte höher ausfallen müssen, wären nicht eine Reihe hochkarätiger Chancen ausgelassen worden. Das will man nun ausgerechnet in Neustadt deutlich besser machen.
Für das kommende Aufeinandertreffen von derzeit Tabellensiebtem und –achten ist nicht zu erwarten, dass dies noch mal eine so einseitige und klare Angelegenheit wird wie dies im Frühling des Jahres, am letzten Spieltag der alten Saison, für die Gastgeber der hoch überlegene 27:15-Fall war. Da waren die „Knetterheidis“, nach einer durchwachsenen Saison dann, u.a. durch einen Sieg über die Sachsen-Damen im nachgeholten Hinspiel, vorzeitig doch noch aller Abstiegssorgen ledig, mitsamt Fantroß eher zu einer rauschenden Dresdner Ballnacht mit vorheriger entspannter Trainingseinheit als zu einem Handballspiel, zu dem man sich noch was vorgenommen hatte, angereist. Nur die quirlige Elena Reuschel, RL, machte den Gastgebern Probleme, von ihren Mitstreiterinnen dagegen sah man, außer all easy Feierlaune, verhältnismäßig wenig.
Mit deutlich mehr Zug insb. in der Offensive sind die Knetterheidis nun in die neue Saison gestartet. Der Rückraum mit den erfahrenen Spielerinnen Elena Reuschel, Katrin Hill und Katja Keinert-Matthäus zeigte, trotz Körpergröße zwischen 1,65 bis 1,71m, einige Durchschlagskraft. Klein(er), aber oho. Und die wildentschlossene Zweikampfbereitschaft der „Heidis“ konnte im Aufeinandertreffen mit Thüringen 2 erst der vermehrte Einsatz des roten Kartons wirklich bremsen.
Bärbel Wessels Team wird also gut daran tun, von der ersten Minute an die konzentrierte und bewegliche Präsenz auf das Spielfeld mitzubringen, mit der den Leipziger „jungen Wilden“ weitestgehend der bissige Zahn gezogen werden konnte. Dann dürfte es ein sehr sehr spannendes Spiel werden. Auch natürlich in Hinsicht darauf, ob denn die Rückraumallrounderin Therese Torlen nun endlich ihre Spielfreigabe für den HCS erhalten hat.
Am Sonntag - 25.09.2011, 16:00 Uhr, in der „factum arena“ - mehr darüber.
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