|
|
|
Foto: keine Quelle wurde angegeben
|
|
Ursprünglich stammt der Sport aus Südamerika: Das indianische Rückschlagspiel Indiaca. Der moderne Indiaca Sport hat seine Wurzeln aber in Deutschland. Bereits zum 12. Mal finden nun schon die Deutschen Indiaca-Meisterschaften statt.
Der Sport ähnelt von den Techniken und den Regeln her dem Volleyball. Die Mannschaften bestehen aus fünf Spielern, nach spätestens drei Ballkontakten muss der Ball wieder über das Netz in die gegnerische Hälfte geschlagen werden und das Aufgaberecht wechselt bei Punktgewinn des Gegners. Gespielt wird auf zwei oder drei Gewinnsätze, wobei ein Satz jeweils bis 25 geht.
Geschichte des Sports
Der deutsche Sportlehrer Karlhans Krohn entdeckte 1936 das brasilianische „Peteca-Spiel“, während eines Spaziergangs an der Copacabana. Er war so fasziniert davon, dass er es nach Deutschland importierte und selbst begann Indiaca-Bälle herzustellen. Der Name für den Ball war übrigens eine Wortkombination aus „Indianer“ und „Peteca“. Von Baden-Württemberg breitete sich der Sport dann in Deutschland aus, wurde Anfang der 70er Jahre vom Deutschen Sportbund zweimal als „Spiel des Jahres“ ausgezeichnet und entwickelte sich zur echten Turniersportart. 1990 wurde ein einheitliches Regelwerk geschaffen, der Deutsche Turnerbund ist seit 1991 der Dachverband der Indiaca-Sportler und seit 1998 finden regelmäßig die Deutschen Meisterschaften statt. Mittlerweile gab es bereits drei Weltmeisterschaften – die erste fand 2001 in Estland statt - bei denen die deutschen Teams immer wieder hervorragende Ergebnisse erzielen konnten.
Am 20. und 21. Juni wird Bad Salzuflen zum Mekka der deutschen Indiaca-Szene. Hier finden die 12. Deutschen Meisterschaften statt. Von 9 bis 17 Uhr kämpfen jeweils zehn Teams in den Spielklassen Frauen, Männer und Mixed um den nationalen Titel. Ausrichter ist der CVJM Sylbach, Ort der Veranstaltung sind die Hallen des Sportzentrums Lohfeld. Bei den Männern und im Mixed gehen die Teams von Indiaca Malterdingen und des TSV Grünwinkel als Favoriten ins Rennen, bei den Frauen führt wohl kein Weg am aktuellen Weltcup-Sieger ATV Haltern vorbei.
Sommermärchen 2008
Ein besonderes Schmankerl präsentieren die Veranstalter zusätzlich: Der Indiaca-Film der WM 2008 wird erstmals der Öffentlichkeit gezeigt und zum Kauf angeboten. Es ist das "Sommermärchen" des Indiaca Sports, denn Deutschland gewann letztes Jahr fünf der insgesamt sechs Titel.
Stichwörter:
ATV Haltern,
Bad Salzuflen,
Deutsche Indiaca-Meisterschaft,
Indiaca,
Indiaca Malterdingen,
TSV Grünwinkel,
Volleyball