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Weltmeisterschaft in Birmingham vom 07.- 17.07.2010
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Mit dem Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Großbritannien und den Niederlanden starten am Mittwoch die Rollstuhlbasketball Weltmeisterschaft im britischen Birmingham, die bis zum 17. Juli in der 8.000 Zuschauer fassenden National Indoor Arena stattfinden. Nach Platz vier bei den Paralympics 2004 in Athen, Bronze bei der WM 2006 in Amsterdam und Silber bei den Spielen 2008 in Peking ist das Traumziel der deutschen Damen-Nationalmannschaft klar formuliert: Es soll nach 24 Jahren wieder der große Wurf gelingen und Gold für das Team Germany geben.
Während die Kollegen aus der Herren-Nationalmannschaft im letzten Jahr hauchdünn in der Qualifikation an Frankreich gescheitert sind, gehen die deutschen Damen mit einem Kader an den Start, der ein Mix aus erfahrenen Routiniers und jugendlichem Elan ist. Deutschlands großes Pfund sind dabei die so genannten Lowpointer, die Spielerinnen mit einer sehr niedrigen Klassifizierungspunktzahl. Die Hamburgerin Simone Kues und die aus dem nordrhein-westfälischen Hennef stammende Annika Zeyen sind zweifellos die besten Spielerinnen ihrer Klasse in der Welt. Hinzukommen mit Marina Mohnen vom italienischen Erstligisten Santo Stefano und Gesche Schünemann vom Champions Cup Sieger RSV Lahn-Dill zwei der offensiv gefährlichsten Centerinnen in der Rollstuhlbasketballszene. Deutschlands beste Line-up wird komplettiert durch die beiden „2,5er“ Birgit Meitner und Edina Müller. Während die Schwäbin Meitner als deutsche Rekord-Nationalspielerin für große Erfahrung steht, war die Bonnerin Müller die Entdeckung der erfolgreichen Paralympics 2008. Aber auch Spielerinnen wie Mareike Adermann oder aber Maya Lindholm haben in den letzten Monaten enorme Schritte nach vorn gemacht und sind nah an die stärksten Spielerinnen heran gerückt. Silke Bleifuß bringt ihren unbändigen Kampfgeist, Heike Friedrich ihre körperliche Stärke ein und Maria Kühn oder aber die jüngste im Bunde, Annabel Breuer, haben enormes Entwicklungspotenzial und werden in Birmingham viel Erfahrung für die Zukunft sammeln. Hinzu kommt eine engagierte Crew mit Bundestrainer Holger Glinicki und seiner neuen Assistentin Corinna Robitschko an der Spitze.
Nach einer intensiven Vorbereitungsphase hat der Europameister Deutschland einen sanften Einstieg in die Welttitelkämpfe. Erst nach dem vermeintlich leichten Aufgalopp mit den Partien gegen Brasilien und China kommen die echten Prüfsteine mit Japan und den USA. Die von der Partieform stärkere deutsche Vorrundengruppe, in der drei der vier erstplatzierten Teams der Paralympics 2008 vertreten sind, könnte dabei zu einem Vorteil für die ING-DiBa Korbjägerinnen werden, denn damit kann es im Viertelfinale vielleicht zu einem leichteren Los kommen. Neben den beiden Topfavoriten USA und Deutschland zählen aber auch Australien, Japan, Kanada und die Niederlande zu den weiteren Medaillenkandidaten.
Ort des Geschehens wird die National Indoor Arena von Birmingham sein, der mit einer Million Einwohner zweitgrößten Stadt des Landes. Die kurz NIA genannte Arena fasst bis zu 8.000 Zuschauer und wird bei der WM zwei komplette Spielfelder nebeneinander bieten. Im vergangenen Jahr fanden in der National Indoor Arena die Kunstturn-Europameisterschaften statt, bei denen Fabian Hambüchen Gold für Deutschland holte. Dass der deutsche Turnstar in Wetzlar Tür an Tür mit Nationalspielerin Gesche Schünemann trainiert, sollte dabei ein gutes sportliches Omen für das Team Germany sein.
Offizielle Website der WM:
http://www.gbwba.org.uk/gbwba/index.cfm/wwbc2010/
Alle News auch unter: http://www.teamgermany.net
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