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(Fußball)
Thomas Hitzlsperger hat sich während der EM ganz still zu einem der stärksten deutschen Spieler entwickelt.
Thomas Hitzlsperger ist ein ruhiger Typ, der das Rampenlicht zwar nicht scheut, es aber auch nicht unbedingt sucht. Von seinen Trainern wird eben diese ruhige und abgeklärte Art auf und neben dem Platz geschätzt. So auch von Bundestrainer Joachim Löw.
Galt seine Nominierung zur Weltmeisterschaft 2006 nach mäßigen Leistungen beim VfB Stuttgart noch als überraschend, so etablierte sich der mittlerweile 26-Jährige während der Qualifikation mit beständigen Leistungen im Kreise der Nationalmannschaft. Zudem zeigte er auch im Verein zumeist gute Spiele und war einer der Garanten der Meisterschaft 2007.
Endgültig in den Vordergrund gespielt hat sich Hitzlsperger nun in den letzten beiden EM-Partien gegen Portugal und die Türkei. Durch die Verletzung Torsten Frings’ und die taktische Umstellung in die Startelf gerutscht, ließ er keinen Zweifel daran, dass sein Platz inzwischen auf dem Feld ist.
Vor allem im Halbfinale gegen die Türkei gehörte er sowohl defensiv als auch in der Spieleröffnung zu den besten deutschen Spielern. Zudem spielte Hitzlsperger in der 90. Minute die Vorlage für Lahms Entscheidungstor zum 3:2. Kaum vorstellbar, dass er im Finale nicht wieder von Anfang an auflaufen wird.
Die Entwicklung des in München geborenen Hitzlspergers verlief hingegen anders als bei den meisten seiner Kollegen. So begann er mit dem Fußballspielen beim VfB Forstinning, wechselte aber bald zum FC Bayern München. Dort durchlief er diverse Jugendklassen, ehe er mit 18 Jahren aus der zweiten Mannschaft auf die Insel nach Aston Villa ging.
Wie eigentlich immer in seiner Karriere, setzte er sich nach einem schweren Start und einem dreimonatigen Gastspiel beim unterklassigen FC Chesterfield auch dort durch. Bis zu seiner Rückkehr nach Deutschland zum VfB Stuttgart absolvierte „the Hammer“, wie er wegen seiner Schussstärke bald genannt wurde, 86 Spiele in der Premier League und erzielte dabei acht Tore.
Offensichtlich hat ihn dieser Auslandsaufenthalt in jungen Jahren aber nicht nur als Fußballer sondern auch menschlich reifen lassen. So engagiert er sich zum Beispiel aktiv gegen Rassismus (im Fußball), indem er regelmäßig Erfahrungsberichte für den „Störungsmelder“ schreibt, eine Initiative der „Zeit“ die sich mit Rechtsradikalismus auseinandersetzt.
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Deutsche Fußball-Nationalmannschaft,
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Thomas Hitzlsperger