Ein glücklicher, wenn auch auf grund der kämpferischen Leistung nicht ganz unverdienter Sieg!
SV SCHECHEN - FC STERN MÜNCHEN 2:3 (1:2)
Es spielten:
Fischer, Stanglmaier, Kaniber, Walter, Aksöz, Hofbauer, Herrmann, Znika, Heinze (C), Ortlieb, Cetin
Tore:
17 Min. 1:0
32 Min. 1:1 Kaniber (Heinze)
43 Min. 1:2 Heinze
HZ
69 Min. 1:3 Cetin
77 Min. 2:3
Wechsel:
25 Min. Kraatz für Herrmann
81 Min. Bräu für Hofbauer
86 Min. Wittich für Walter
Bes. Vorkommnisse::
70 Min. Gelb/Rot für Cetin
Vorab-Info:
Auf fast eine gesamte Mannschaft, nämlich auf 9 Spielerinnen, musste das Trainerteam am ersten Spieltag verzichten.
- Grasso (Rückkehr ca. 5. Spieltag)
- Korkmaz (Rückkehr 3. oder 4. Spieltag)
- Raabe (Rückkehr 2. Spieltag)
- Rohe (Rückkehr ca. 3. Spieltag)
- Schießl (Rückkehr zur Rückrunde)
- Schmid (Rückkehr zur Rückrunde)
- Schweiger (Rückkehr zur Rückrunde)
- Strauss (Rückkehr 3. oder 4. Spieltag)
- Strennberger (Rückkehr zur Rückrunde)
Glücklicherweise erklärten sich sofort wieder drei B-Mädels dazu bereit die Erste Mannschaft zu unterstützen und somit gaben Bräu, Herrmann und Hofbauer Ihr Debüt im Erwachsenenbereich!
Zum Spiel:
Von Beginn an stürmte die in schwarz/rot gekleidete Heimmannschaft auf das Tor der Gäste zu und setzte jene ordentlich unter Druck. Die nicht eingespielte Stern-Mannschaft versuchte über den Kampf ins Spiel zu kommen und konnte sich erst nach knapp 10 Minuten aus der Umklammerung befreien und selbst die ersten Offensivakzente setzen.
In der 17 Min. dann der Rückstand, als eine Unachtsamkeit im Defensivverbund der Münchner bestraft wurde und Schechen den 1:0 Führungstreffer erzielen konnte.
Den FC Stern stand nun sichtlich unter Schock und befand sich in den nächsten Minuten größtenteils erneut in der eigenen Hälfte wieder, während Schechen unbedingt nachlegen wollte.
Mit Glück und Geschick konnte ein weiterer Gegentreffer verhindert und in Minute 32 gaben die Münchner dann das erste Lebenszeichen von sich. Ein herrlich getretener Heinze-Freistoß aus dem linken Halbfeld (Torentfernung ca. 35 Meter) findet in der technisch versierten Kaniber einen dankbaren Abnehmer, die den Ball wiederum aus 9 Metern per Direktabnahme in die Netzmaschen zum 1:1 beförderte.
Die weiteren Minuten verliefen recht ausgeglichen - trotzdem durften die eiskalten Münchner kurz vor dem Halbzeitpfiff noch ein weiteres Mal jubeln!
Einen Abschlag der SV-Torfrau Mühlbauer nimmt Kapitän Heinze gekonnt an, geht ein paar Meter und hämmert den Ball aus gut 30 Metern hinweg über die noch am 16er stehende Torfrau und unter die Latte zur erstmaligen Stern-Führung - 1:2 !!!
Mit dieser äußert schmeichelhaften Führung aus Münchner Sicht ging es auch in die Halbzeitpause.
Dort wurde von Erthle verstärkt darauf hingewiesen, dass man heute keinen Schönheitspreis gewinnen kann, bis zum Abpfiff fighten muss und sich nicht über den Schiedsrichter ärgern soll, der bis dahin viele fragwürdige (aber keine spielentscheidenden) Entscheidungen getroffen hatte.
U.a. sah er von der Mittellinie aus als Einziger, dass Torfrau Fischer den Strafraum beim Abschlag minimal verlassen haben soll.
Die zweite Hälfte begann katastrophal ...
Der SV Schechen drängte den BOL-Aufsteiger gut 10 Minuten in die eigene Hälfte und sowohl der FC Stern als auch Schiedsrichter Alois Kindseder (Steinhöring) kannten sich gar nicht mehr aus.
Ab der 56 Min. fing sich zumindest der FC Stern wieder und startete gefährliche Konter zu fahren.
Eine Schlüsselszene dann in der 65 Minute.
Cetin wird im rechten Halbfeld gefoult und es kommt zu einer Diskussion zwischen jener und dem gegnerischen Trainer. Cetin wird mit Gelb verwarnt, der Trainer wird nicht einmal mündlich ermahnt.
Verwundert agierte auch Stanglmaier die letzten 30 Minuten, da jene vergeblich Frank Elstner, den Moderator von "Verstehen Sie Spaß" am Seitenrand suchte und nicht fand.
Grund hierfür: Jeder Zweikampf wurden von Kindseder, allem Anschein nach nicht engagiert von der Versteckten Kamera, mit einem Foulspiel gegen die Nummer 7 gewertet.
Doch Fußball gespielt wurde auch.
Cetin schnappte sich in der 69 Min. einen Befreiungsschlag auf Höhe der Mittelinie und marschierte los, vorbei an zwei Gegenspielerinnen, vorbei an Torfrau Irlbeck und krönte dieses tolle Solo mit dem Treffer zum 1:3!!
Doch nun geschah folgendes ...
(Anm. d. Red. Ich versuche jetzt ernst bzw. sachlich zu bleiben und starte mit dem Zitieren einer offiziellen FIFA-Regel)
Künftig werden die Spieler ihre Euphorie nach einem Torerfolg etwas mehr unter Kontrolle halten und darauf achten müssen, dass sie sich nicht mehr das Trikot vom Körper reißen. Denn ab 1. Juli 2004 werden solche Aktionen in Anwendung der im Februar des Jahres durch das IFAB abgeänderten Regel 12 mit einer Gelben Karte geahndet.
Das für das Fussball-Regelwerk zuständige International Football Association Board (IFAB) hatte eine Präzisierung der Regel Nr. 12, "Foulspiel und unsportliches Betragen", beschlossen und diese durch den Zusatz ergänzt, dass "ein Spieler, der sein Trikot beim Torjubel auszieht, wegen unsportlichen Betragens verwarnt wird".
Um Missverständnissen vorzubeugen und eine korrekte Anwendung dieser Regelung zu sichern, wird ergänzend darauf hingewiesen, dass die Sanktion immer dann Anwendung findet, wenn ein Spieler sein Trikot über den Kopf gestreift oder mit dem Trikot bereits sein Gesicht verdeckt hat.
Zurück zum Spiel:
Die Torschützin Cetin freute sich über das Tor zum 1:3, rannte zurück, hob das Trikot minimal nach oben (Bauchnabelhöhe!!) und es ertönte ein Pfiff. Gelb/Rot wegen Trikot ausziehen, so die verwunderliche Begründung von Kindseder, der allem Anschein nach zum Teil nicht mit den Schiedsrichter-Regeln vertraut ist (siehe Auszug Regel 12).
Somit musste der FC Stern 20 Minuten in Unterzahl agieren und befand sich jetzt fast nur noch in der eigenen Hälfte.
Ab der 77 Minute wurde es dann wieder sehr eng, da Schechen mit einem tollen Schuß auf 2:3 verkürzen konnte.
Stern verteidigte die letzten 13 Minuten aufopferungsvoll und konnte sich bei Fischer bedanken, die mit zwei Glanzparaden kurz vor Ende der Partie den Ausgleich verhinderte!!
Somit blieb es bei einem 2:3 Erfolg für den Verein aus München.
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