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© Foto: picture-alliance
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War es der erste Schritt in die richtige Richtung? Es ist dem deutschen Eishockey zu gönnen. Zur heutigen Gesellschaftersitzung der Deutschen Eishockey-Liga war auch das Präsidium des Deutschen Eishockey-Bundes eingeladen – um seine Sicht der Dinge in Bezug auf den noch immer ausstehenden neuen Kooperationsvertrag zwischen beiden Seiten darzustellen.
Der alte Kontrakt lief mit Ende der vergangenen Saison aus.
Dabei zeigt sich DEB-Präsident Uwe Harnos optimistisch: „Wir haben vereinbart, dass wir uns zeitnah wieder zu Gesprächen treffen, nachdem die DEL-Vertreter intern diskutiert haben. Wir wissen alle, dass wir den Vertrag brauchen.“ Bei der Präsentation der Position des DEB ging es um die üblichen Fragen des Kooperationsvertrages – sprich die finanzielle Seite, aber auch wie die Mittel mit Blick auf Trainer- und Schiedsrichterprogramme verwendet werden. „Außerdem haben wir einfach mal ein Gedankenspiel gemacht, wie ein möglicher Auf- und Abstieg, auch in einer Relegationsrunde unserer Ansicht nach laufen könnte“, fasst Harnos die Themen des Treffens zusammen. „Die DEL-Vertreter hatten die Gelegenheit, uns dazu Fragen zu stellen.“
Zudem wurde auch die vakante Position des DEB-Sportdirektors informell besprochen. „Wir streben da eine einvernehmliche Lösung mit der DEL an, wie wir uns das auch schon beim Bundestrainer gewünscht hatten. Dieses Thema ist aber losgelöst vom Kooperationsvertrag“, so Harnos. In diesem Punkt ging es noch nicht um Namen. „Es wurde ein Anforderungsprofil erstellt. Außerdem haben wir uns über die Aufgaben eines Sportdirektors ausgetauscht.“
Jürgen Arnold, der Vorsitzende des DEL-Aufsichtsrats, erklärte: „Die Gespräche wurden in konstruktiver Atmosphäre geführt. Beide Partien haben ihre jeweiligen Standpunkte sehr sachlich miteinander ausgetauscht. Die DEL hat sich anschließend intern beraten und wird nun zeitnah Kontakt mit dem DEB aufnehmen.“
Vor dem Treffen hatten sich auch Vertreter der Eishockeyfans von der DEL bis zur Oberliga zu Wort gemeldet, deren Vertreter sich am 11. Juni in Nürnberg getroffen hatten.
„Die Fans zeigten ligaübergreifend in den meisten Punkten große Einigkeit und wünschen dies auch von den Entscheidungsträgern der Verbände“, erklärten die Fanvertreter in einem Offenen Brief. „Im Interesse des deutschen Eishockeys bitten und fordern wir, die Fanvertreter aller beteiligten Vereine, beide Seiten einvernehmlich auf, gemeinschaftlich eine Einigung herbeizuführen, Entscheidungen und Kompromisse zu finden, die für alle Beteiligten akzeptabel und notwendig sind.“
Zum Thema Auf- und Abstieg erklärten die Fanvertreter: „Besonders in den Fokus zu nehmen ist hierbei unserer Ansicht nach die Ausarbeitung einer sinnvollen Auf- und Abstiegslösung, mit der in den Ligenspielen der Hauptrunden endlich wieder ein passender Spannungsbogen gezogen werden könnte, der auch mehr Zuschauer in die Hallen locken würde und den Vereinen wirtschaftlichen Nutzen bedeuten sollte. Wir geben Ihnen Recht, wenn es heißt, Auf- und Abstieg nicht um jeden Preis! Die Absicherung des wirtschaftlichen und sportlichen Überlebens eines Vereins in der nächsthöheren oder -niedrigeren Liga muss unbedingter und essenzieller Bestandteil einer sinnvollen Auf- und Abstiegsregelung sein.“
Dabei forderten die Fans ein strengeres Lizenzierungsverfahren, das frühzeitig durchgeführt, sodass ein Aufstieg erst nach erfolgter Lizenzprüfung möglich ist. Außerdem forderten die Fans „einheitliche Ligenstrukturen (Anzahl, Spielmodus), die über Jahre und Ligen hinweg kontinuierlich beibehalten und somit von den Zuschauern auch verstanden werden, die Schaffung gemeinsamer Regelungen (z. B. Budget-Untergrenzen, Stadionklassifizierungen wie der 9000-Punkte-Plan), die für jede Liga die Mindestanforderungen an die Vereine zur Teilnahme definieren und die unbedingte Vermeidung einer wilden Liga.“ Durch „mehr Transparenz für Zuschauer und Sponsoren“ erhoffen sich die Fans „mehr Akzeptanz. Dies führt zwangsläufig zu Mehreinnahmen.“
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