womensoccer.de "Immer auf Ballhöhe" |
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4179 Aufrufe | 08.10.2009 |
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© Foto: pixelio.de/schemmi
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36 Tore in 6 Spielen – die drei deutschen Vertreter FC Bayern München, FCR 2001 Duisburg und 1. FFC Turbine Potsdam spielten im Sechzehntelfinale der UEFA Women’s Champions League mit ihrer Konkurrenz aus Ungarn, Weißrussland und Finnland erwartungsgemäß Katz und Maus.
Doch schon in einem Monat warten auf das deutsche Trio im Achtelfinale der Champions League Gegner anderen Kalibers aus Frankreich, Schweden und Dänemark.
Der mit elf verletzten Spielerinnen stark ersatzgeschwächte FC Bayern München tat sich in seinem Rückspiel noch am Schwersten. Beim 4:2 (1:1) gegen Viktória FC Szombathely mussten die 410 Zuschauer im Sportpark Aschheim bis zur Schlussphase warten, ehe der Sieg gegen Ungarns Titelträger dank des Treffers der eingewechselten Nicole Banecki zum 4:2 (84.) sichergestellt war. Doch schwerer wog, dass das Bayern-Lazarett ein zwölftes Mitglied zu beklagen hat. Julia Simic musste in der 72. Minute verletzt vom Feld.
„Die Mannschaft für Sonntag stellt sich praktisch von selbst auf. Wir werden sehen, wie schwer sich Julia Simic verletzt hat“, so Bayern-Trainer Günther Wörle, der dem Gegner ein Lob zollte: „Die Ungarinnen haben sich heute wesentlich besser verkauft als in Ungarn. Gabriella Tóth hat uns mit ihrer Quirligkeit heute etwas Probleme bereitet.“ Tóth erzielte beide Treffer ihres Teams, für die Bayern war neben Banecki gleich dreimal die erst 17-jährige Magdalena Mayr erfolgreich. Im Achtelfinale wartet auf die Münchenerinnen nun Frankreichs Vertreter Montpellier HSC, der sich gegen Belgiens Standard Fémina de Liège nach dem 0:0 im Hinspiel mit Mühe durchsetzte und nach 0:1-Rückstand mit 3:1 gewann. „Auf die Reise nach Montpellier freue ich mich schon. In dieser Gegend war ich zuletzt mit 18 Jahren bei einer Urlaubsreise”, so Wörle.
Im Niederrhein-Stadion von Oberhausen bekamen die 1 080 Zuschauer beim 6:3 (5:2)-Sieg des FCR 2001 Duisburg gegen WFC Universitet Vitebsk einiges geboten. Neun Tore, darunter allein fünf der überragenden Inka Grings, herrliche Kombinationen, Blitz, Donner und sintflutartige Regenfälle, die Erinnerungen weckten an das legendäre WM-Halbfinale 1974 zwischen Deutschland und Polen in Frankfurt – an dieses Spiel wird man sich noch eine Weile erinnern. „Natürlich sind drei Gegentore nicht zufriedenstellend, aber bei diesen Verhältnissen und bei diesem Wetter mache ich allen Spielerinnen ein dickes Kompliment“, so Duisburgs Trainerin Martina Voss-Tecklenburg.
Allein Grings war das Eintrittsgeld wert. Zwei tolle Alleingänge, ein Kopfball, ein kurioses Tor mit Schulter und Rücken und ein verwandelter Handelfmeter – die 30-Jährige zeigte an diesem Abend die ganze Bandbreite ihres Könnens. Den sechsten Duisburger Treffer erzielte Femke Maes zum zwischenzwischenzeitlichen 3:0. Nun hofft man bei den Verantwortlichen nach dem gelungenen Debüt im Niederrheinstadion, dass zum Heimspiel im Achtelfinale gegen den schwedischen Vizemeister Linköpings FC mehr Zuschauer den Weg in die Arena finden. „Am schönsten wäre es, wenn ein großer Teil der 28 211 wiederkämen, die im Mai beim letzten Endspiel im UEFA Women’s Cup den Titelgewinn des FCR gefeiert hatten“, heißt es in einer Presseerklärung.
Meister 1. FFC Turbine Potsdam kannte nach dem 8:1 im Hinspiel auch im Rückspiel kein Erbarmen mit dem finnnischen Titelträger FC Honka Espoo. Am Ende stand vor 1 383 Zuschauern ein 8:0 (3:0)-Erfolg gegen überforderte Finninnen, in deren Reihen auch die Potsdamerin Josefin Hollop zu einem 17-minütigen Einsatz kam, ehe sie vom Feld musste. Anja Mittag (10., 79., 90.), Jennifer Zietz (17.), Marie-Louise Bagehorn (40.), Viola Odebrecht (51.) und Lira Bajramaj (64., 71.) trafen für die Gastgeberinnen in einer einseitigen Partie.
Turbine-Trainer Bernd Schröder war zufrieden: „Das Positivste aus dem Spiel ist, das wir immer nach vorn gespielt haben. Drei Spielerinnen haben das zu 100% umgesetzt - Jenny Zietz, Anja Mittag und Lira Bajramaj. Ich denke, wir sind auf einem guten Wege, vor allem auch für unsere Nationalspielerinnen.“ Im Hinblick auf das Achtelfinalduell gegen den dänischen Meister Brøndby meinte er: „Wir haben mit ihnen noch eine Rechnung offen, nachdem wir 2006 dort sang- und klanglos ausgeschieden sind. Ich denke, es wird diesmal ein anderes Spiel. Wir kennen die Däninnen, das ist eine gute Mannschaft, die spielen guten Fußball, aber ich denke, wir sind gut gewappnet.“
FCR 2001 Duisburg - Linköpings FC
WFC Rossiyanka - Umeå IK
Montpellier Hérault SC – FC Bayern München
Fortuna Hjørring - Olympique Lyonnais
1. FFC Turbine Potsdam - Brøndby IF
SV Neulengbach - ASD Torres Calcio
AC Sparta Praha - Arsenal LFC
Røa IL - Zvezda-2005
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