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(Sportschiessen)
Mit 192 Ringen und neuem Brandenburgischen Landesrekord, sicherte sich Cally Dreßler bei ihrer ersten Shooty Cup Teilnahme Platz 3 in der Einzelwertung.
Wie in jedem Jahr fand auch diesmal auf der so geschichtsträchtigen Olympiaanlage in München der Shooty Cup statt. Die Teilnahme an diesem von der Deutschen Schützenjugend ins Leben gerufenen Wettkampf ist das Größte für einen Schüler. Jeweils 2 Gewehrschützen und zwei Pistolenschützen starten für ihren Landesverband als Mannschaft und versuchen einen der begehrten Finalplätze zu erreichen. Dort übernehmen dann zugeloste Nationalkader und versuchen ihre Mannschaft auf das Treppchen zu schießen.
Für die junge Schützin aus Jüterbog war es ihre erste Teilnahme an einem so bedeutenden Wettkampf. Die Qualifikation für das Team war seit langem sicher, da es nur sehr wenige Gewehrschützen im Land Brandenburg gibt.
Doch das war für sie kein Grund sich auszuruhen, nein ganz im Gegenteil. Sie arbeitete monatelang hart mit Disziplin und einen starken Willen für diesen Tag. Konditionstraining, Techniktraining, Taktiktraining und Mentaltraining bestimmten ihren Weg. Die Ferien wurden fast komplett diesem Ziel gewidmet.
Dann war es endlich soweit, sie stand zum ersten Mal auf dieser riesigen Anlage und es schien ihr noch größer als ihr beschrieben wurde. Doch Aufregung war ihr nicht anzusehen mit dem Bewusstsein sich optimal vorbereitet zu haben, ging sie in ihre Wettkampfvorbereitung.
Dann wurden alle Schützen gebeten sich vor dem Hintereingang zu versammeln, dort wurde Aufstellung für einen festlichen Einmarsch in die Halle genommen. Doch ausgerechnet die Brandenburger Pistolenschützen fehlten. Wo waren sie und warum hatte die Schützenjugend sich nicht an ihren am Morgen ausgegebenen Zeitplan gehalten. Die Pistolenschützen erschienen in letzter Sekunde. Nun konnte es endlich losgehen unter tosenden Beifall begann der Einzug in die riesige Halle. Diese musste komplett durchquert werden bis jeder Schütze endlich an seinem Stand gelangte. Jetzt sollte noch eine halbe Stunde laut Zeitplan vergehen bis das Startkommando erfolgen sollte, genug Zeit um sich umzuziehen und sich vorzubereiten. Doch es kam anders, das Kommando „Vorbereitungszeit Start“ kam 20 Minuten zu früh und sie war noch nicht mal umgezogen. Noch vor einem Monat hätte das Cally nervös gemacht, aber nicht an diesem Tag. Zügig aber ruhig schaffte sie auch diese Hürde. Dann begann der Wettkampf mit dem Probeschießen, eine zehn nach der anderen erschien auf ihrem Monitor, doch sie wollte noch nicht beginnen. In der Halle waren Fans die jeden guten Schuss ihrer Favoriten bejubelten zu hören. Auf dem sonst so ruhigen Schützenstand gab es kein Halten mehr, hier war eine Feier im Gange. Nach dem achten Schuss Probe war es dann soweit, sie drückte den Startknopf. Doch was nun, jetzt kamen die Emotionen, alles war auf einmal Anders. Jeder Sportschütze kennt diese Situation, bei der einem die Knie weich werden können. Doch jetzt gab es kein zurück mehr. Die Schüsse mussten raus, die Uhr lief und sie hatte ihren Zeitplan. Die Neun kam drei Mal hintereinander, jetzt galt es das Erlernte anzuwenden, Konzentration und Technik, das war jetzt wichtig. Endlich die erste Zehn und gleich danach eine Zehn Komma Neun, der perfekte Schuss. Doch war das so gut? Es folgte eine Acht. Würde sie den Wettkampf noch unter Kontrolle bekommen? Die Anspannung stieg beim Betreuerteam. Zwei Zehner kamen in Folge, dann eine Neun und eine Zehn. Die Erste Serie ging mit 94 Ringen zu Ende. Noch war alles möglich. Ihr Ziel war jetzt eine 100ter Serie. Die Zehner sammelten sich auf ihrem Monitor. Doch die Schüsse sechzehn und siebzehn verfehlten knapp die Zehn. Jetzt galt es die letzte Konzentration in die verbleibenden Schüsse zu legen. Nur noch fünf Minuten tönte es durch die Halle. Die Schützenstände lehrten sich nach und nach, aber das bekam sie gar nicht mit. Cally hatte noch die Zeit, die sie benötigte, um drei sichere Zehner abzugeben. Die Brandenburger bejubelten jeden ihrer Schüsse und als die letzte Zehn in der letzten Minute fiel, konnte sie es kaum fassen. Cally Dreßler hatte es geschafft, 192 Ringe waren neuer Landesrekord und viel wichtiger noch, sie hatte ihr Ziel, für das so hart gearbeitet wurde, erreicht. Jetzt konnte den Emotionen freien Lauf gelassen werden und die Anspannung der letzten Wochen fielen von ihr ab. Ihr Ergebnis bedeutete Platz 3 in der Einzelwertung. Das hatte vor diesem außergewöhnlichen Talent noch kein Brandenburger Gewehrschütze geschafft. Leider hat die Mannschaft den Einzug ins Finale um 3 Ringe verpasst.
Wer wie Cally, den Schießsport erlernen möchte und bereit ist, hart für seine Ziele zu arbeiten und vielleicht im nächsten Jahr in München neben ihr stehen will, ist herzlich bei der Schützengilde zu Jüterbog 1405 e.V. eingeladen.
Herzlichen Glückwunsch auf diesem Wege vom Verein
Frank Kanzler, 04.09.2008
Stichwörter:
Brandenburgische Schützenjugend,
Cally Dreßler,
München Hochbrück,
Schützengilde zu Jüterbog 1405 e.V.,
Shooty Cup 2008,
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Team Kanzler