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(Triathlon)
Das Ausdauertraining muss kindgerecht gestaltet werden. Ziel muss es sein, dass Kinder Freude entwickeln, sich ausdauernd zu bewegen. Ein vielseitiges ausdauerbetontes Training im Kindesalter stellt die beste Grundlage für alle später gewählten Sportarten dar.
Die energetisch-physiologischen Voraussetzungen von Kindern und Jugendlichen für hohe
Ausdauerleistungen sind sehr gut. Jedoch sollte das Zeil sein, die vielseitige Bewegung und dabei unterschiedliche Bewegungserfahrungen zu sammeln, die Bewegungskoordination zu verbessern und mehr Bewegungssicherheit zu erlangen.
Jedoch sollte das oberste Gebot in diesem Alter, der Spaß an der Bewegung sein. Die oben genannten Ziele sollten immer in Spiele oder kleinen Wettbewerben versteckt werden.
Da sich in dem Alter sehr gut die Ausdauer und allgemeine Athletik schulen lässt, besteht hier die Gefahr, dass Eltern und Trainer kleine „Iron-Zwerge“ ausbilden möchten. Leider wird der kurzfristige Erfolg den Betreuern auch recht geben. Oft genug werden die Athleten im folgenden Pubertätsalter das langweilige Training schleifen lassen, um dann ganz mit dem Sport aufzuhören.
Es ergibt sich für die wenigen, die dann noch beim Sport bleiben eine entscheidendes Problem. Die genannten Bewegungskoordination, eine solide Technik in den Disziplinen und eine Grundschnelligkeit lassen sich ausschließlich im Alter bis zur Pubertät gut trainieren. Danach ist das erfolgreiche Training in diesen Bereichen nur noch mit sehr großem Aufwand verbunden und wird deshalb kaum partizipiert.
In den Triathlon Kadern werden gerne Quereinsteiger gesehen, welche vom Schwimmsport kommen und eine leichtathletische Grundausbildung besitzen. Soll man folglich in Jugendtriathlonabteilungen, Kinder in dem Alter wieder nach hause schicken? Mit Nichten – Zeil sollte es sein, das Training altersgerecht und abwechslungsreich zu gestalten.
Wie sollte ein Training im Alter von 8-12 Jahren aussehen?
Wie im Erwachsenentraining sollte das Kindertraining strukturiert sein. Bestandteile sind das Aufwärmen, Technische Übungen, Koordinative Übungen, Grundschnelligkeitsschulung und ein Austrainieren. Das Aufwärmen sollte durch kleine Spiele stattfinden. Jedoch sollten Spiele vermieden werden in denen der Athlet zum springen gezwungen wird. (Literarischer Tipp: „Kleine Warm-up-Fibel“). Technische Übungen gibt es für das Laufen beim Lauf ABC (Tipp: „Die Laufbibel“) und im Wasser kommen Wassergefühlsübungen und Einzelbewegungen zum Einsatz. Das aufbrechen von gewohnten Bewegungsmustern durch Koordinationsübungen erleichtert den Trainer die Fehlerkorrektur. (Tipp für das Schwimmen: „Koordinative Fähigkeiten im Schwimmen“ und für das Radfahren „Bike Fahrtechnik“). Schließlich sollte das Training gemeinsam locker abgeschlossen werden, mit kleinen Spielen oder etwas Gymnastik (Tipp: „Gymnastik für Kids“)
Sehr entscheidend, wie lange die Athleten bei der Stange bleiben ist jedoch die Abwechslung im Training. So lange nicht der Erfolg im Vordergrund steht, sondern der Spaß, werden den Trainer immer wieder neue Formen des Trainings einfallen.
Eine kleine Ideensammlung:
Rope Skipping, Inliner fahren, Skilanglauf, Schlittenfahren, Trimm Dich Pfad, Rudern, BMX fahren…
Ein guter Trainer baut die Abwechslungen mit ins Training ein.
Was sollte beachtet werden?
Im Vergleich zum Erwachsenen weist das Stütz- und Bewegungssystem von Kindern und Jugendlichen einige Besonderheiten auf:
Die Knochen sind erhöht biegsam, aber vermindert zug- und druckfest.
Sehnen und Bänder sind weniger zugfest.
Das Knorpelgewebe ist für hohe Druck- und Scherkräfte nicht belastbar. Im Radsport und im Triathlon sind deshalb beim Rad fahren nur bestimmte Übersetzungen bei Wettkämpfen erlaubt. Eine hohe Trittfrequenz schützt Kinder und Jugendliche vor typischen Knorpelschäden im Kniegelenk.
Fazit:
Im langfristig orientierten Leistungsaufbau ist es unsinnig, Kindern und Jugendlichen schon frühzeitig extreme Langzeitausdauerbelastungen abzufordern. Hohe Trainingsumfänge werden zwar von Kindern toleriert, sie helfen aber wenig beim langjährigen Leistungsaufbau. Die Ausdauerleistungsfähigkeit ist nicht auf Dauer speicherbar, die technischen und koordinativen Fähigkeiten jedoch schon.
Das Ausdauertraining muss kindgerecht gestaltet werden. Ziel muss es sein, dass Kinder Freude entwickeln, sich ausdauernd zu bewegen. Ein vielseitiges ausdauerbetontes Training im Kindesalter stellt die beste Grundlage für alle später gewählten Sportarten dar, da das Kind eine hohe Belastbarkeit erwirbt, eine notwendige Voraussetzung für ein intensives Training in der Hauptsportart.
Ralf Schuhmann
Jugendleiter Triathlon
TV 1879 Hilpoltstein
www.ironkids.de
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