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Kampfgeist noch nicht belohnt-Post-Handballer verlieren denkbar knapp - Post SV Gera vs HSV 1990 Apolda 22:23 (8:11)
Am Samstagabend ging es für die Posthandballer in die "Ausweichhalle" nach Lusan. Gut vorbereitet wollten die Männer um Kapitän Daniel Botor den Aufwärtstrend der letzten beiden Spiele ( HSV Dresden und HV Artern ) fortsetzen, doch die Vorzeichen standen schlecht. Mit Hagen Rose, Petr Borik und Daniel Botor mussten unmittelbar vor Spielbeginn gleich drei Spieler krankheitsbedingt absagen. Doch die vor der Saison anvisierte Ausgeglichenheit im Kader beginnt, sich langsam zu entwickeln.
Das Spiel begann und Gera knüpfte nahtlos an die guten Spiele der Vorwoche an. Die Abwehr stand und im Angriff wurde gut kombiniert. Die daraus resultierende 5:3 Führung für den Gastgeber ging absolut in Ordnung. Dann folgte wahrscheinlich die spielentscheidende Phase dieser Begegnung. Apolda drehte routiniert das Spiel von 3:5 auf 10:5 aus Gästesicht. Dabei spielte der Gastgeber in dieser Phase nicht unbedingt schlechter, doch die Chancenverwertung war gleich Null. Einerseits war es ein sehr gut aufgelegter Nils Hübscher im Tor der Gäste und andererseits waren es zu schnell abgeschlossene Angriffe der Postler. Apolda in dieser Phase sehr schnell im Umkehrspiel nutze die Chance, sich abzusetzen. Auszeit bei der Post- und die Ansage mit Kampf zurück ins Spiel. Gesagt - getan. Ein Konter von Steffen Rochler und ein Fernwurf von David Riebold und zum Pausentee war man mit 8:11 wieder in Schlagdistanz.
Halbzeit zwei-beide Mannschaften neu eingestellt und mit viel Herz. Das Spiel beginnt ausgeglichen, beide Mannschaften spielen und kämpfen hart um jedes Tor. Apolda ist dabei immer einen Hauch besser und kann sich wieder auf 5 Tore abzusetzen 10:15 ! Doch damit kann man den Gastgeber nicht beeindrucken. Gera spielt weiter sein Spiel - aus einer guten Abwehr heraus mit einem starken Peter Nedved im Tor dahinter, werden auch jetzt durch die Postler "einfache" Tore erzielt. Apolda wird zunehmend nervöser, die Fehlerquote steigt und der Gastgeber ist wieder dran 15 :15 ! Auszeit bei den Gästen- ein sicher geglaubter Auswärtssieg scheint in Gefahr zu kommen. Ab diesem Zeitpunkt wird es dann ein Spiel auf Augenhöhe. Apolda legt immer ein bis zwei Tore vor und der Gastgeber zieht nach. Den Gästen gelingt es nicht mehr, sich abzusetzen.
Die letzten zwei Minuten brechen an. Apolda mit einem Tor in Front 21:22. 7m für Gera- 22 :22. Apolda im Angriff - Florian Dejmek tankt sich im 1:1 durch -7m- wieder Führung für die Gäste. Noch 60 Sekunden zu spielen. Ähnliche Situation wie Sekunden zuvor, nun auf der anderen Seite . Holger Seidemann tankt sich durch und trifft…doch die Schieris geben kein Tor, kein 7m , dafür Strafe für Apolda. Was soll's….. weiter- noch 25 Sekunden zeigt die Uhr. Clever wird bis kurz vor Schluß Udo Werler auf der Außenbahn freigespielt, doch den Wurf kann Nils Hübscher mit großer Parade abwehren.
Endstand 22:23.
Glückwunsch nach Apolda und mutmachendes Schulterklopfen für den Gastgeber : "Weiter so, ihr seid auf dem richtigen Weg!"
Bild:Udo Werler mit 8 Treffern bester Werfer beim Post SV
Der Post SV Gera spielte mit:
P. Nedved, T. Poschbeck --- S. Teichmann (2 Tore ), E. Trautvetter, P. Zurawski (1), St. Rochler (1), D. Riebold ( 7), M. Bäumler ( 1), U.Werler (8), D. Wiesner (1), H. Seidemann (1) und K. Barth.
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