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Alpencross 2008 - 7. Tag

05.08.2008
Mountain Bike: Alpencross 2008 - 7. Tag
Foto: keine Quelle wurde angegeben
 

(Mountain Bike) der finale Tag unseres Alpencross 2008 wartet noch mal mit div. Highlights auf. Wir sind wie beflügelt und haben eine Power in den Beinen, dass es fast nicht zu glauben ist. 8 klasse Tage gehen zu Ende!

Finale! Heute geht es auf die letzte Etappe. Wir haben uns entschieden, auch am letzten Tag nicht die Kindergartenrunde um den Lago die Molveno zu fahren, sondern noch einmal einen letzten Berg zu knacken. Es geht auf den Monte Gazza und dann über den Passo S. Giovanni Richtung Ranzo, Arco und dann nach Riva.



Hier haben wir schon den größten Teil geschafft. Der Aufstieg war knackig und an manchen Stellen (z.B. bei der Überquerung der Skipiste) noch einmal richtig steil mit 16-19%, aber es war der letzte Tag, da schafft man alles. Dann haben wir uns noch dazu entschieden, von oben an den Passo S. Giovanni heranzufahren und nicht wie vorgeschlagen im Bogen um den Monte Gazza herum. Das hat zwar kaum mehr Höhenmeter gebracht, uns aber diesen tollen Blick über die Hochebene des Monte Gazza geschenkt (siehe oben). Es war ganz schön zapfig da oben und wir mussten noch mal in die Jacken schlüpfen. Dann ging es Richtung Passo S. G. und es gab noch mal zwei schöne Fotos:



und der andere ...



gleich nach dem Schild ging es rechts hoch und wir mussten das letzte steile Stück sogar noch mal schieben bzw. tragen. Aber es war alles kein Problem mehr, die Beine waren durch die Woche kräftig und wir hatten gut mit unseren Kräften gehaushaltet. Dazu kommt die Euphorie es bald geschafft zu haben. Aber trotzdem noch mal zwei drei Bilder vom "Aufstieg" und einem letzten Blick auf den Lago die Molveno und Andalo ...


danach hatten wir fast frei Fahrt nach Arco ...



ein erster Blick auf den Lago, ein letztes Foto auf dem Berg und dann sollte noch einmal eine geile Abfahrt auf uns warten ... so hat man uns versprochen ...



nach diesem Foto ging es noch ca. 100 hm gesittet bergab und dann kam der Einstieg in den "Supertrail". Der Einstieg schreckt schon mal die ersten, weniger Erfahrenen ab, die dann auf dem Schotterweg bis Ranzo fahren, die anderen steigen über einen Wiesentrail ein. Der ist zwar steil, aber fahrbar. Dann an der Waldgrenze geht es in einen Pfad über, der verblockt und mit großen Felsplatten versehen, ist. Für uns an einigen Stellen nicht fahrbar und durch den Regen der letzten Tage so spiegelglatt, dass wir fast die gesamte erste Strecke schieben mussten. Immer mal wieder haben wir es versucht zu fahren, aber selbst beim gehen sind wir ausgerutscht. Das wollten wir dann am letzten Tag nicht riskieren und weil wir zuhause versprochen hatten, vernünftig zu sein, haben wir notgedrungen ca. 300 hm zu Fuß vernichtet. Schade! Zu unserer Ehrenrettung hat uns Matze dann berichtet, dass die Trans Alp Challenge Teilnehmer hier auch teilweise geschoben haben und man muss den ganzen tollen Berichten über diesen Trail nach Ranzo wirklich vorwerfen, dass sie nicht auf die Gefahren bei Nässe hinweisen. Es ist einfach unfahrbar, wenn die Steinplatten nass sind, egal welches Können und welche Erfahrung man aufweisen kann. die Platten sind nicht nur steil, sondern auch abschüssig, so dass man auch nicht in der Falllinie drüber fahren könnte um danach im Schotter wieder abzubremsen. Deshalb fahrt diesen Trail nur mit einiger Erfahrung und keinesfalls, wenn es vorher geregnet hat. Es macht einfach keinen Spaß und der Abstieg zu Fuß ist auch noch richtig anstrengend.
Also, da haben wir am Ende noch mal eine wichtige Erfahrung gesammelt und haben uns erst mal in der Bar Paris in Ranzo einen Cappuccino gegönnt.



und danach war der leichte Ärger auch schon verflogen. Dann ging es auf den Spuren der TAC Strecke weiter runter Richtung Lago di Tablino, noch mal schön steil auf Asphalt und guten Feldwegen.



ein letzer Blick zurück auf den Monte Gazza ...


und dann ging es flott und schön über Asphaltstraße, durch Obstgärten und noch mal eine nette kleine MB Piste Richtung Arco ... jetzt war Thomas kaum noch zu halten, verbindet ihn mit Arco doch eine schöne Erinnerung.



im Stile eines Marco Pantani rollt er nach Arco. Dort angekommen, treffen wir wieder auf unsere "Freunde" die wir auf der Tour kennen gelernt oder getroffen haben.Teddi Becker unser ständiger Begleiter mit dem Mannschaftsbus ist auch schon längst da und hat sämtliche Sehenswürdigkeiten abgehakt.

Für alle gibt es erst mal eine Pizza in die Faust und dann noch ein Eis hinterher ...





Arco ist das eigentliche und wahre Ende eines Alpencross, hier trifft sich alles, was dem Sport zugewandt ist. Wanderer, Kletterer, Surfer, Rennradlfahrer und eben Mountainbiker. Das kleine Städtchen pulsiert geradezu durch den Sport. Da sind die wenigen durchgestylten Pseudosportler gut zu verkraften. Für mich hatte die Tour damit ihren Höhepunkt erreicht und ich hätte gut ins Auto steigen können und zurück ins Vinschgau fahren können. Aber Thomas hatte den Wunsch in den Lago zu springen und weil er es sich verdient hat, haben wir diesen letzten Schlenker dann auch noch mit genommen. Teddi Becker hatte vorher schon mal ein Straßenschild präpariert, damit alles seine Ordnung hatte, ... schaut mal hier:


zwar unscharf, aber wirklich die letzte Biege nach Riva ...


dann ein strahlendes Siegerlächeln ...



und der Sprung in den Lago ...


Bild wird nachgereicht


hier noch die Leistungsdaten von unserem finalen Tag:




Ein gigantisches Erlebnis geht zu Ende und wir sind überglücklich und gleichzeitig sprachlos. Erst auf der Fahrt nach Hause und in den Tagen danach haben wir realisiert wie toll diese Tour war. Vielen Dank an alle, die geholfen haben, dass es geklappt hat. An unsere Lieben zuhause, an die Freunde, die uns moralisch mit zig sms während der Tour unterstützt haben, an Klaus Stöhr, der uns den MB Virus eingepflanzt hat, an Matze aus dem Vinschgau, der uns die besten Trails gezeigt hat, an Roland und seine Familie aus der Obermoosburg, die uns mit bestem Essen unterstützt haben und an die fünf netten Opas am Straßenrand, die uns den Berg hochgejubelt haben.
Für alle Interessierten wird es in den nächsten Tagen noch eine Zusammenfassung über das Material, die Planung und die Tourenauswahl geben. Schaut also immer mal wieder vorbei. Ansonsten könnt ihr Fragen zur Tour oder zu GPS Daten gernean berlin@sportreisen.de schicken. Und wer Lust bekommen hat, ebenfalls mal eine Mountainbiketour, ein MB Wochenende oder eine ganze MB Woche zu fahren, der findet auf www.bike-sportreisen.de ab September 2008 ein komplettes Tourenangebot.



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Kommentare
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Eintrag vom 06.08.08, 08:33
hallo Silvio, das war genau unser Spruch als wir nach Arco eingefahren sind. Nach der Tour ist vor der Tour! So isses
Eintrag vom 06.08.08, 08:32
hallo Andi, wem sagst du das? Wir würden gerne gleich wieder los, aber bis Sept. bleibt es bei kleinen Touren rund um Berlin
Eintrag vom 05.08.08, 17:58
nach der Tour ist vor der Tour ;-)
Eintrag vom 05.08.08, 16:11
Schade dass es schon vorbei ist!
Eintrag vom 05.08.08, 13:31
Klasse Reisebericht! Mehr davon...!
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