Klaus Krawelitzki |
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8918 Aufrufe | 2 Kommentare | 31.07.2008 |
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(Mountain Bike) Von Goldrain Richtung Norden nach Laas und dann hoch zum Göflaner Marmorbruch.
Wir haben sehr gut geschlafen und waren so früh auf den Beinen, dass wir die Küche mit unserem frühen Frühstückswunsch etwas durcheinander brachten. Aber wir wussten, dass es heute heiß werden würde und wollten zeitig unterwegs sein, um beim Aufstieg nicht zu sehr in die Hitze zu kommen.
Am Abend vorher waren wir in unserem Stammhaus, der Obermoosburg, zum Essen gewesen, wir hatten wieder viel Spaß und die fantastische Küche hat uns wieder voll überzeugt. Leider waren bei Roland keine Zimmer mehr frei, aber im Bamboo waren wir ja auch bestens untergebracht.
Wenn man das Vinschgau gen Norden fährt, merkt man erst einmal, dass es stetig und mit nicht zu wenigen Prozenten bergan geht. Das lässt sich unten auf der Höhenkurve schön sehen. Der Einstieg in den Berg ist eigentlich ganz leicht zu finden, nur ich war wohl noch etwas verschlafen und hab schon drei Orte vorher nach dem Einstieg gesucht. Aber dann hatten wir wieder alles auf der Reihe und sind die steile Stichstraße zwischen den Häusern und Höfen hochgeklettert. An der ersten Kurve geht es über eine kleine Brücke, vorbei an Erdbeerfeldern in den asphalitierten Serpentinenabschnitt. Das ist zum Rhytmus finden perfekt. Nach ca 300 hm wechselt der Belag in Schotter um dann immer mehr zu Marmorschotter zu werden. Was bei uns als Goldstaub behandelt werden würde, wir dort als Straßenbelag verwendet - verkehrte Welt.

Je höher wir klettern, desto stärker wurde das Gefühl, dass wir es dieses Mal schaffen können. Im Frühjahr hatten wir schon mal einen Versuch unternommen, den MArmorbruch zu knacken - wir wären damit die ersten Biker im Jahr 2008 gewesen - aber der Schnee hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir kamen zwar bis ca 250 hm an den Bruch heran, aber ganz geschafft hatten wir es nicht, obwohl wir uns einige km durch Schnee stapfend hoch gekämpft hatten. So sah es damals aus:

Matze vom Vinschgau Bike war damals ganz froh, dass wir "gescheitert" sind. So war es 10 Tage später an ihm, den Göflaner als erster in 2008 zu erklimmen. Also eigentlich wie jedes Jahr. Wir haben die letzten Kehren richtig genossen und bei der Knappenhütte noch mal eine Pause gemacht. Wir wollten jeden Moment auskosten:

natürlich ist der ehemalige Frühstückstisch der Bergarbeiter aus Marmor

Der Göflaner oder besser Laaser Marmor gehört zu den wertvollsten und reinsten dieser Welt, schon von hundert Jahren wurde hier der Marmor abgebaut und mit gigantischen Gondeln und Seilbahen ins Tal geschafft. Heute geht alles etwas schneller und mit mehr Technik, aber trotzdem ist es immer noch hohe Kunst, wie hier mit dem Gestein umgegangen wird. Im Tal in Laas wird der Marmor aufbereitet und die Bildhauer und Handwerker kaufen auf dem Hof per Handschlag die einzelnen Blöcke. Wer in Washington vor dem Weißen Haus steht wird auch dort den Laaser Marmor finden. Das gesamte Weiße Haus ist damit belegt!
Für uns ging es nun bis nach ganz oben weiter:


und dann hatten wir es geschafft, der Göflaner war geknackt

wir gönnten uns eine schöne Pause mit einem tollen Blick über das Tal Richtung Alpenhaußtkamm,

danach ging es zur Göflaner Alm, bei der wir leider fast eine Stunde auf unsere Nudel warten mussten. Sonst wäre es eine schöne Hütte die man vom Marmorbruch über einen sehr schönen Wiesentrail erreicht. Nach der Pause ging es dann zurück Richtung Goldrain und wir haben es uns nicht nehmen lassen, wieder in den letzten Teil des Zugtrails einzusteigen. Er ist einfach zu schön um ihn ungefahren liegen zu lassen, schaut noch mal selbst:




Die Tour war heute eine der kürzeren, weil wir kein großes Überführungsstück fahren mussten. Aber natürlich war sie ein voller Erfolg und wir sind wirklich stolz, dort oben gewesen zu sein.
Wer mehr über diese Touren wissen möchte kann sich auf www.bike-sportreisen.de über Biketouren im Vinschgau informieren oder einfach ein Mail an mich schicken, berlin@sportreisen.de
Bei so viel Erfolg haben wir es uns dann nicht nehmen lassen, noch mal bei Roland zum Essen zu gehen.
Hier noch die Leistungsdaten von diesem Tag, besonders auffällig ist die gleichmäßige Steigung auf den Marmorbruch, es gibt kaum steile Stellen. Für den Rhytmus ist das natürlich perfekt.

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