(Frauenfußball)
Die deutsche Frauenfußball-Nationalelf hat auch ihr drittes Testspiel auf dem Weg zur Frauen-WM gewonnen. Gegen die Niederlande gab es in Aachen ein erneutes Schützenfest.
Célia Okoyino da Mbabi (15.), Simone Laudehr (43.), Alexandra Popp (71.), Kim Kulig (75.) und Inka Grings (87.) erzielten vor 11 136 Zuschauer am Tivoli die Treffer beim 5:0 (2:0)-Sieg.
Im Vergleich zum 5:0-Sieg gegen Italien in Osnabrück veränderte Bundestrainerin Silvia Neid ihre Anfangsformation auf drei Positionen: Für die verletzte Linda Bresonik spielte Bianca Schmidt als rechte Außenverteidigerin, Célia Okoyino da Mbabi durfte für Inka Grings stürmen, Fatmire Bajramaj anstelle von Melanie Behringer von Beginn an ran.
Da Mbabi erzielt Führungstreffer
Die DFB-Elf beherrschte von Beginn an das Spielgeschehen, doch ein Kopfball von Da Mbabi war die erste von nur wenigen Chance in der ersten Halbzeit (12.). Die Stürmerin des SC 07 Bad Neuenahr war an fast allen gefährlichen Aktionen beteiligt. So kurze Zeit später, als sie nach präzisem Pass von Birgit Prinz mit einem platzierten Flachschuss ins rechte Eck für die Führung sorgte - ihr dritter Länderspieltreffer im dritten Spiel in Folge (15.).
Glück für Krahn
Doch wirklich befreiend war der Treffer nicht, das Pressing der Niederländerinnen machte den deutschen Spielerinnen sichtlich Mühe. In der Defensive stand Oranje jedoch zu oft zu weit von den Gegenspielerinnen weg, Da Mbabi hatte mit einem Drehschuss die nächste Chance (28.). Das Team von Roger Reijners agierte nach vorne zu harmlos und kam nur einmal gefährlich vor das deutsche Tor, als sich Annike Krahn im Zweikampf mit Manon Melis verschätzte, Torhüterin Nadine Angerer aber auf der Hut war (41.).
Laudehr baut Führung aus
Kurz vor der Pause sorgte Simone Laudehr für eines der wenigen Highlights: Einen Schussversuch von Prinz klärte Dyanne Byto vor die Füße der Duisburgerin, die in aller Seelenruhe ihr Ziel anvisierte und den Ball sehenswert in den Winkel zirkelte (43.). Und fast wäre die DFB-Elf gar mit einer Drei-Tore-Führung in die Pause gegangen, Da Mbabis Kopfball landete jedoch am Pfosten (44.).
Vier Wechsel
Mit vier frischen Kräften ging es in die zweiten 45 Minuten, Lena Goeßling kam für Krahn, Inka Grings für Kerstin Garefrekes, Alex Popp für Prinz und Melanie Behringer für Bajramaj. Kulig versuchte sich mit einem Schuss aus 25 Metern, der knapp am Pfosten vorbeistrich (55.). Am Bild der ersten Halbzeit änderte sich zunächst wenig. Im Gegenzug war es wieder Melis, die für ein wenig Gefahr sorgte, als Goeßling sich einen Schnitzer leistete, doch auch hier passte Angerer auf (56.).
DFB-Elf dreht auf
Die DFB-Elf tat sich in der Offensive weiter schwer, ein Freistoß von Behringer ging über das Tor (59.), Kulig vergab nach schöner Einzelleistung aus aussichtsreicher Position (64.). Mit Ariane Hingst für Laudehr und Müller für Da Mbabi drehte die DFB-Elf wie schon gegen Italien im Verlauf der zweiten Halbzeit auf, die konditionellen Vorteile wurden sichtbar. Kulig schickte zunächst Popp auf die Reise, die zog trocken ab und verwertete zum 3:0 (71.). Und Minuten später staubte Kulig selbst zum 4:0 ab (75.) – auch sie traf im dritten Spiel in Folge ins Schwarze. Grings setzte dann mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 17 Metern den Schlusspunkt (87.). Müller vergab in der Schlussminute die letzte Chance (90.). Die DFB-Elf scheint bereits bestens gerüstet für die Frauen-WM im eigenen Land, die für Deutschland am 26. Juni mit dem Spiel gegen Kanada beginnt.
Deutschland – Niederlande 5:0 (2:0)
Deutschland: Angerer – Schmidt, Krahn (46. Goeßling), Bartusiak, Peter – Garefrekes (46. Grings), Laudehr (62. Hingst), Kulig, Bajramaj (46. Behringer) – Okoyino da Mbabi (75. Müller), Prinz (46. Popp)
Niederlande: Geurts – Bito (89. van Es), Meulen (46. Stentler), van der Berg, Hogewonnig (46. Heiligenberg) – Hoogendjk, Spitse, Smit, Slegers (66. de Ridder) – Melis (76. Brummel), Pieete (55. van de Ven)
Tore: 1:0 Okoyino da Mbabi (15.), 2:0 Laudehr (43.), 3:0 Popp (71.), 4:0 Kulig (75.), 5:0 Grings (86.)
Schiedsrichterin: Ihringova (England)
Zuschauer: 11.136
Gelbe Karten: – / Bito
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