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Hallo Netzathleten, in meiner Schwimmabteilung habe ich eine 13-jährige Leistungsschwimmerin die sich selbst bei Wettkämpfen so unter Druck setz, dass sie hinter ihren Leistungen zurückbleibt. Bei Wettkämpfen fixiert sie sich darauf, bestimmte Gegnerinnen schlagen zu müssen. Und ist hinterher am Boden zerstört wenn ihr das nicht gelingt. Unser (Trainer) Bemühungen die Wettkämpfe locker anzugenehen hatten bis jetzt keinen Erfolg. Mit welchen trainingsergänzenden menthalen Maßnahmen können wir versuchen diese Blockade abzubauen? Gruß Rolando | |||||||
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Hallo Rolando,
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Um den selbstauferlegten Leistungszwang in den Griff zu bekommen, ist zuerst einmal eine therapeutische Leistung erforderlich, weil hier hinterfragt werden sollte, weshalb dieser Leistungszwang aufgebaut wird.. er ist nicht selten auch von aussen induziert.... |
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Hallo Harro, |
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Hallo zusammen, hier gleich mit der "Therapie-Kanone" zu schiessen erscheint mir auch etwas viel. Ehrgeiz, Leistungswille und unglücklich gewählte Focusierung sind wohl eher nicht krankheitswertig.
Wie Rouven so nett schreibt: Eingehen auf die Sportlerin, erarbeiten ihrer Ressourcen, reframen der Belastungssituation und noch so einiges mehr, kann dem Mädel helfen im Wettkampf ihr volles Potential abzurufen. Individualität ist da gefragt und die geht immer noch nicht per Internetforum.
Herzliche Grüße Ralf |
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Ralf schrieb: Individualität kennt keine Grenzen ... ![]() Die neuen Kommunikationsmöglichkeiten machens möglich, denn meine ersten gelungenen Interventionen via Skype hab ich in den letzten Wochen schon vollzogen. Man darf einfach keine Angst vor den neuen Kommunikationsmöglichkeiten haben - sie ermöglichen eine Betreuung - zumindest zeitweise - auch über große Distanzen. Viele Grüße Rouven M. Siegler | www.innergaming.de | |||||||
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Hallo Rouven, auch wenn du es bist: Ich brauche noch nicht mal einen großen Computer und ein installiertes Skype um mit meinen Schützlingen in Kontakt zu bleiben! Kein Micro, keine Webcam. Fast unglaublich? Mir reicht da schon ein ganz kleines einfaches neues Wundergerät. Es wird Telefon genannt - Das ist echter Fortschritt! Telefon, das ist: Kommunikation, weltweit in Echtzeit, mit gerade einmal handgroßen Geräten. Da hörst du den Gesprächspartner, als würde er direkt neben dir stehen und mit dir reden. Wirklich, das Gerät passt locker in eine Hand! Und wirklich alles in Echtzeit, egal wie weit der Gesprächspartner entfernt ist. Im Vergleich zum Computer ein unvorstellbar einfaches Gerät. Leicht zu bedienen, hervorragende Usability! Selbst meine Großmutter könnte das bedienen (wenn sie noch leben würde). Es gibt Geräte, die funktionieren fast überall. Sie funktionieren in einer fremden Stadt mitten auf der Straße, im Park, im Schwimmbad. Wirklich fast überall. Ich weiß das klingt ein wenig wie Science Fiction, wenn man nur den Computer und Skype kennt, aber es ist wirklich wahr. … Seit dem mag ich mein Skype gar nicht mehr nutzen. Es erscheint mir so eingeschränkt, so schwerfällig und kompliziert. Herzliche Grüße Ralf, der auch gerne mal einen Spaß macht P.S.: Trotzdem Freunde? |
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Hallo, vielen Dank für die verschiedenen Anregungen und Ansätzen. Mir ist es wichtig andere Meinungen zu unserem "Problem" zu hören bzw. zu lesen. Wir werden nun versuchen die Ansätze, auf das Mädchen zugeschitten, umzusetzen und müssen dabei auch an uns selbst arbeiten. Dass dies nicht von sofort auf gleich geht, sondern Zeit braucht, ist - zumindest mir - klar. Viele Grüße |
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Ralf schrieb: Lieber Ralf, ich weiß ja von wem es kommt und wie es gemeint war! ![]() Im Grunde Deiner Aussge hast Du recht, aber ich bin nun mal ein Kind der Technik. Ich versteh dass schon, dass man ab einem gewissen Alter so seine Schwierigkeiten mit der neuen Technik hat. ![]() Lieber Gruß, Rouven (der sich gerade nen Spaß erlaubt) PS.: Trotzdem Freunde?
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Hallo Rolando, Noch ein Tipp: Rituale können zwar kurzfristig helfen, letztlich halte ich sie für sehr gefährlich. In dem Moment, wo das Ritual zum "Automatismus" wird kann es schädlich sein. Rituale sind Krücken und mit Krücken sollte man nicht zum Sport. Wenn der Sportler das erste Mal trotz Ritual "versagt", hast du zukünftig ein echtes Problem. Findest du dann ein neues Ritual, und noch ein Neues und … Rouven hat den richtigen Ansatz genannt: Das Mittel der Wahl ist aktive und bewusste Ressourcenaktivierung. Dann hast du mit deiner Sportlerin langfristig Erfolg und gleichzeitig eine kraftvolle selbstbewusste Sportlerpersönlichkeit entwickelt. Das werden dir deine Sportler mit Erfolg und Treue danken! Herzliche Grüße Ralf |
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Ich gebe hier gerne ein wenig Laien-Senf hinzu, vor allem, weil ich selbst mal Schwimmer war. Nur ein paar unsortierte Gedanken. Mit 13 ist die junge Dame ja noch einigermaßen jung, aber auch schon in einem Alter, wo schon beachtliche Leistungen erbracht werden. Mich würde ja noch interessieren, seit wieviel Jahren sie im Wettkampf aktiv ist. Kann man da noch an mangelnde Erfahrung denken? Lustige Randbemerkung: In meiner Jugend wurde mal propagiert, die Stärke der US-Schwimmer (ohne Beschränkung auf ein Geschlecht) läge darin, dass sie darauf trainiert würden, den Gegner im direkten Vergleich zu schlagen, während die Ostblock-Schwimmer nur im Kampf gegen die Uhr ihre beste Zeit rausholen könnten (und deshalb nicht "über sich hinauswachsen"). Ein klassisches Beispiel aus einer anderen Disziplin ist vielleicht der Zehnkämpfer Jürgen Hingsen, der seine besten Leistungen immer nur dann bringen konnte, wenn sein Erzrivale Daley Thompson nicht dabei war. Der hätte vielleicht einen Mentaltrainer gebraucht. Solche Probleme sind also nicht ungewöhnlich und selbst bei Weltklassesportlern anzutreffen. Eine vielleicht verrückte Idee: Nachdem es mit der Lockerheit im Wettkampf nicht so recht klappt - warum nicht die Konfrontation mit den "Lieblingsgegnerinnen" trainieren? Ein Bild an den Startblock gehängt, damit der "Feind" immer präsent ist und sie damit umzugehen lernt - wäre das eine Möglichkeit? Ein anderer Vorschlag, der an das Thema Wettkampferfahrung anknüpft: Im Training verstärkt Wettkampfsituationen simulieren. Regelmäßig am Ende des Trainings einen Test mit 100% schwimmen. Vielleicht mit einem leicht überlegenen Gegner - man muss auch lernen, mit Niederlagen umzugehen. Wie gesagt: nur ein paar Ideen eines Laien. |
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Hallo /\lex, |
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Rolando schrieb:
Raubt Ihr nicht noch den letzten Spaß am Sport, denn so zerstört man Talente! Das erlebe ich wöchentlich alleine mit komunikativen Aussagen von C bis A-Kader-Trainern, die meinen sie tun ihrem Sportler was "Gutes". | |||||||
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Hallo Rolando, Da Schwimmen eine sehr "technische" Sportart ist, ist das nicht weiter verwunderlich. Technik geht nur, wenn der Sportler locker ist, zuviel Spannung schadet da extrem. Daher ist auch dein Ansatz des "selbst spürens" (Gefühl für Wasser etc.) ein guter Ansatz. Hierzu habe ich dir am Schluss noch einen Ansatz. Experimente solltest du tatsächlich möglichst vermeiden, es wäre schade für die Sportlerin. Mein Tipp: Such dir einen Experten, lass dir bei deiner aktuellen Truppe helfen, so kannst du mit seiner Hilfe alles Nötige selbst lernen. Dann hast du, was du in Zukunft für deine Arbeit brauchst. Bevor du irgend etwas aus deinem Kistchen versuchst solltest du die Sportlerin befragen. Frag sie einfach, was sie denkt, was ihr helfen kann diese Problematik zu überwinden. Klar, einfach und direkt - Der Sportler ist sein eigener Experte. Sag ihr das Problem, frage sie, was sie an deiner Stelle zu sich sagen würde. Du wirst über das Ergebnis (spätestens nach ein bis zwei Wochen) erstaunt sein. Herzliche Grüße Ralf |
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Hallöchen, es wäre interessant zu erfahren, ob es bestimmte (!) "Konkurrentinnen" gibt, gegen die sie in einer sehr guten Zeit schwimmen kann. Falls ja geht es dann darum herauszufinden, wie Konkurrentinnen in ihrer eigenen Weltsicht (im Kopf) abgespeichert sind. Insbesondere interessant welche Unterschiede es zu den Sportlerinnen gibt, bei denen sie schlechte Zeiten schwimmt. Dies ist eine sehr "ungefährliche" Methode, nämlich die Eigenschaften der einen "Konkurrentinnen" auf die andere Schwimmerin mental zu übertragen - grundsätzlich eine gängige und einfache Vorgehensweise im Mentaltraining. Selbstverständlich nur eine von vielen möglichen Vorgehensweisen, die schon in vorigen Beiträgen hervorragend angsprochen wurden Grüße, |
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