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Thema 'Wie stelle ich mir Lichtpunktschießen vor?'

Betreff:  Wie stelle ich mir LichtpunktschieÃen vor?
Autor: Detlef S.
Datum:29.10.08 19:02

Hallo Teammitglieder,

vielleicht könnt ihr mal kurz erklären, was ich unter Lichtpunktschießen verstehe und wo ich im Netz (oder hier) weitere Informationen bekomme.

Ich bin gespannt auf eure Antwort.

Viele Grüße aus Liebertwolkwitz (Leipzig)

Detlef

 
Betreff:  Aw:Wie stelle ich mir Lichtpunktschießen vor?
Autor: swkhd
Datum:30.10.08 19:32

Altersgerechter Schießsport

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Mit Einführung der ca. 2 Kilogramm schweren Lichtpunktgewehre der Herstellerfirmen Röhm, IROSA (Weigt) und Anschütz bestehen hervorragende Möglichkeiten Kinder spielerisch an den Ziel-/Schießsport heranzuführen – altersgerecht!

Die mittlerweile fast fünfjährigen Erfahrungen des Bleckeder Arbeitskreises für Öffentlichkeits- und Nachwuchsarbeit speziell mit den Lichtpunktgewehren zeigen, dass bereits im vorwaffenrechtlichen Alter (bis 12 Jahre) damit begonnen werden kann, Kinder mit speziellen Programmen/Wettbewerben für den Schießsport zu interessieren.

Eine Sechsjährige will spielerisch herausfinden, ob sie ein Ziel über eine bestimmte Distanz treffen kann. Die Selbstmotivation ist riesengroß. Sich auszuprobieren, die Koordination Auge-Hand- Zielerreichung wartet in dem Alter auf Umsetzung und Unterstützung. Kommt dazu noch der bei fast allen Kindern in diesem Alter vorhandene Bewegungsdrang, wird daraus schnell improvisierter und hoch motivierter Biathlonsport, der ebenfalls pädagogisch wertvoll als Teamsport ausgeübt werden kann.

Kinder, die schnell ihre spielerische Ziel- und Treffsicherheit aus der Eigenmotivation heraus optimieren und irgendwann alle Schwierigkeiten beherrschen, werden schnell nach neuen Zielen streben. Es reicht dann nicht mehr aus nur die elektronischen Ziele zu treffen. Der Treffer muss irgendwann skalierbar sein. Hier zeigen dann die mittlerweile auch preislich und kindgerechten Simulations- und Trainingssysteme mit der Infrarottechnik ihre positiven Eigenschaften – auch als Zwischenstadium zum Schießen mit Luftdruckwaffen.

Leider wird das mittlerweile schon vorhandene Angebot für altersgerechten Ziel- und Schießsport (Gewehr/Pistole sind hier gemeint – Das Bogenschießen als schießsportliche Disziplin hat keine gravierenden Nachwuchsprobleme) von der Verbands- und Vereinswelt zwar immer noch gefordert, aber nicht wirklich inhaltlich angegangen. Unter einer inhaltlichen Aufarbeitung stelle ich mir schon mehr Unterstützung durch den DSB und die Landesverbände vor, die die Vereine, die sich mit der Arbeit mit Kindern im vorwaffenrechtlichen Alter tatsächlich beschäftigen, zu unterstützen.

 

Der Altersbereich 6 bis 12 Jahre wurde bisher von den Schützenvereinen aufgrund der gesetzlichen Altersfixierung höchstens im Zusammenhang mit der Planung von Kinderschützenfesten behandelt. Ein Jugendwart im Schützenverein hat sich bestenfalls als Trainer oder Sportleiter qualifiziert und hat es in der Gruppen- und Trainingspraxis mit pubertierenden Jugendlichen zu tun. Die Vereins- und Trainingsarbeit mit Kindern im Alter bis 12 erfordert jedoch andere, altersspezifische Inhalte und Angebote und damit auch eine gesonderte Betreuung.

 

Einem aktiven Jugendwart für Jugendliche ab 12 auch noch die „Kindergruppe“ anzuvertrauen wäre unverantwortlich gegenüber dem Jugendwart und den Gruppenmitgliedern. Für diese Altersgruppe motivierte und vor allem qualifizierte Ehrenamtliche zu finden, ist m. E. die Kernforderung um das bestehenden Nachwuchsproblem nachhaltig zu lösen. Das Problem geeigneter Jugendwarte müssen im Ergebnis zwar die Vereine lösen, jedoch ist hier die ganze tatkräftige Unterstützung des Verbandswesens erforderlich.