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| Betreff: |
Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
Bernd H. S. |
| Datum: | 25.05.08 23:42 |
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Gibt es eigentlich bereits "Richtlinien" des IOC bzw. von nationalen Kommitees, die sich mit den Formen aktzeptabler Meinungsäußerungen bei den "Spielen" befassen?
Ich vermute/befürchte, dass in den Sporstätten das Tragen der Bändchen als verbotene Meinungsäußerung gewertet wird.
Gruß
Bernd
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
Alwin F. |
| Datum: | 26.05.08 00:27 |
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..angeblich will man dies vom IOC tollerieren!
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
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| Datum: | 26.05.08 14:19 |
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Was sagt ihr dazu (Quelle: www.faz.net):
Meinungsfreiheit bei Olympia
IOC formuliert Richtlinien, aber keinen Verhaltenskodex
Ein Regelwerk für die Athleten: Bach und Vesper
06. Mai 2008 Der Meinungsfreiheit der Athleten ist bei den Olympischen Spielen in Peking nur in den Wettkampfstätten, im olympischen Dorf und in den ausschließlich mit Olympia- Akkreditierungen zugänglichen Bereichen Grenzen gesetzt. Das teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in einer sechs Punkte umfassenden Interpretation der Regel 51,3 der olympischen Charta mit.
Allerdings vermied es das IOC, einen detaillierten Verhaltenskodex herauszugeben. „Diese Richtlinien gehen nicht auf Einzelfälle ein, weil die Variationsbreite zu groß ist“, sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der IOC-Brief wurde bereits mit den Mannschaftsleitern der olympischen Fachverbände diskutiert und soll in der kommenden Woche dem Beirat der Aktiven des DOSB vorgelegt werden.
Das Verhalten der Athleten wird in Peking überprüft werden
„Wir werden keine Empfehlungen geben, was die Athleten machen dürfen oder nicht“, kündigte Bach an. „Das ist Teil unseres Konzeptes des 'mündigen Athleten'. Wir werden sie aber ausreichend informieren, damit sie im Bilde sind.“ Dazu gehört auch die Aufklärung darüber, dass „jede Art der politischen, religiösen oder rassistischen Demonstration und Propaganda“ in den olympischen Arenen oder im olympischen Dorf strikt verboten ist.
Zum Thema
* Deutsche Athleten erwarten Klarheit vom IOC
* Olympiasiegerin Bönisch boykottiert Eröffnungsfeier in Peking
* Olympia-Kommentar: Für ein besseres IOC
Das IOC kündigte an, das Auftreten und Verhalten der Athleten in den Akkreditierten vorbehaltenen Bereichen sowie ihr äußeres Erscheinungsbild zu überprüfen. „Dies ist keine Extremregel für Olympische Spiele. Solche Regeln gibt es für alle Großveranstaltungen wie Fußball-Weltmeisterschaften“, erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Für ihn hat das IOC mit seiner Interpretation der Regel 51,3 eine „gebotene Klarstellung“ gegeben.
Protest-Armbänder sind an olympischen Stätten verboten
In den Richtlinien wurde das Verbot jeder Art von „Abzeichen, Bändern, Postern oder Kleidungsstücken bestätigt, die als Demonstration oder Propaganda zu verstehen sein könnten. Auch Armreifen mit Aufschriften wie „Freies Tibet“ oder „Olympia für Menschenrechte“ sind damit innerhalb der olympischen Stätten nicht erlaubt.
Im "Deutschen Haus" erlaubt, im olympischen Dorf tabu: Die Armbänder, wie sie Silbermedaillengewinner Stefan Pfannmöller entworfen hat
Diese umfassen alle Bereiche, die nur mit besonderer IOC-Akkreditierung zugänglich sind. Das Verbot gilt also zum Beispiel nicht außerhalb von Stadien oder dem Olympischem Dorf, auch nicht im „Deutschen Haus“ von Peking.
Meinungsfreiheit in der Mixed-Zone
„Jeder Athlet darf seine Meinung zu Menschenrechten in China oder zur Tibet-Frage in Pressekonferenzen, in den Mixed-Zonen der Stadien oder in den Medienzentren sagen“, so Vesper und fügte an: „Ich glaube, es ist eine liberale Regelung.“ Mit dieser Erläuterung für Olympia-Teilnehmer unterstrich das IOC seine Position, dass die Olympischen Spiele „ein großes Festival des Sports“ seien. „Sie sind keine Bühne für politische Stellungnahmen zu kriegerischen Konflikten, regionalen Differenzen oder religiösen Streitigkeiten“, hieß es. IOC-Präsident Jacques Rogge hatte aber auch immer wieder betont: „Die Freiheit der Meinungsäußerung ist etwas Absolutes. Es ist ein Menschenrecht.“
Das IOC reagierte mit seinen Erklärungen zur Meinungsfreiheit bei Olympischen Spielen auf die Forderung der Athleten nach mehr Orientierung. Viele deutsche Sportler wollen nach den blutigen Unruhen in Tibet grün-blaue Armbänder mit der Inschrift „Sport für Menschenrechte“ in Peking tragen. Französische Olympia-Starter planten Buttons mit der Aufschrift „Pour un monde meilleur“ (Für eine bessere Welt).
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
Bernd H. S. |
| Datum: | 26.05.08 15:44 |
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@Daniel
Danke für den zitierten Text!
Was ich dort lese ist, sofern die Zusammenfassung alles richtig wieder gibt, in meinen Augen ein Armutzeugniss.
Wenn in dem Text u.a. davon die Rede ist, dass „jede Art der politischen, religiösen oder rassistischen Demonstration und Propaganda“ in den olympischen Arenen oder im olympischen Dorf strikt verboten ist", soll dann z.B. ein katholischer Sportler, vor einem wichtigen Ereigniss, auf das Kreuzzeichen verzichten (müssen)??
Es wird ständig davon geredet, dass der Sport und insbesondere die Olympischen Spiele, dem Frieden und der Völkerverständigung dienen soll. Und trotzdem werden die Bändchen mit der allgemeinen Forderung nach Menschenrechten, als unerwünscht eingestuft, wenn diese in der Öffentlichkeit zu sehen sind??
Es wirft sich für mich die Frage auf, welchen Werten sich Olympia überhaupt noch verpflichtet fühlt. Ist der Sport/Olympia nur noch Projektionsfläche für Werbebotschaften, weil durch die Übertragungen die Errecihbarkeit von Millionen von Menschen gewährleistet ist?
Gruß
Bernd
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
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| Datum: | 26.05.08 16:22 |
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Genau so wird es wohl sein, das IOC will nur noch Geld verdienen, ein Armutszeugnis!!!
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
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| Datum: | 05.06.08 10:56 |
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Gerade wird über die Bändchen im Deutschen Bundestag diskutiert. Ist ganz interessant. Die Abgeordneten sind größten Teils für das Tragen der Bänder, aber die letzte Entscheidung trägt der IOC.... Auch wenn die Bändchen während der Olympiade nicht getragen werden dürfen, zeigt sich doch die große Wirkung. Ich hoffe dennoch, dass es nicht zu Sanktionen kommt, wenn man so ein Bändchen dann trägt.
LG Katja
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
Lorenz S. |
| Datum: | 05.06.08 17:28 |
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Ich denke bei McDonalds oder Coca Cola Bändchen wär die Freude im IOC gross.
Deren Symbole dürfen ohne weiteres in Stadien gezeigt werden.Sind diese Firmen und ihre Logos soviel mehr wert als ein Menschenrechts Bändchen?
Ihr könnt euch dann mal achten wieviele Mal die Logos (ob auf Nummerschildern oder so) Tagelang in den Übertragungen vorkommen.
Ist dies keine Politische Aussage? Was haben diese Logos mit Olympischen Spielen zu tun?
Die alten Griechen kannten weder Hamburger noch Coca Cola.
Beim IOC hat der Gedanke nach schnellem Geld den Olympischen Gedanken längst überholt und weit abgehängt.
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
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| Datum: | 05.06.08 19:52 |
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Eben, warum darf man Coca-Cola-Logos oder vergleichbares bei den Olympischen Spielen zeigen und Armbänder mit der Aufschrift "Sports for Human Rights" nicht?
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
Stefan Z. |
| Datum: | 02.07.08 14:41 |
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Das IOC legt wirklich seltsame Maßstäbe an.
Ich befürchte, auch olympische Statements dürfte man nicht tragen. Sonst könnte man sich ja eins von diesen Grafiken auf ein T-Shirt drucken - und das IOC mit seinen eigenen Waffen schlagen
www.netzathleten.de/photos/AlbumAnzeigen.jsp
359280.spreadshirt.net/-/-/Shop/
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
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| Datum: | 02.07.08 15:28 |
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Ich denke, dass man das auch nicht tragen dürfte.
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
Elke S. |
| Datum: | 02.09.08 07:24 |
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Daniel schrieb:
Was sagt ihr dazu (Quelle: www.faz.net):
Meinungsfreiheit bei Olympia
IOC formuliert Richtlinien, aber keinen Verhaltenskodex
Ein Regelwerk für die Athleten: Bach und Vesper
06. Mai 2008 Der Meinungsfreiheit der Athleten ist bei den Olympischen Spielen in Peking nur in den Wettkampfstätten, im olympischen Dorf und in den ausschließlich mit Olympia- Akkreditierungen zugänglichen Bereichen Grenzen gesetzt. Das teilte das Internationale Olympische Komitee (IOC) den Nationalen Olympischen Komitees (NOK) in einer sechs Punkte umfassenden Interpretation der Regel 51,3 der olympischen Charta mit.
Allerdings vermied es das IOC, einen detaillierten Verhaltenskodex herauszugeben. „Diese Richtlinien gehen nicht auf Einzelfälle ein, weil die Variationsbreite zu groß ist“, sagte Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Der IOC-Brief wurde bereits mit den Mannschaftsleitern der olympischen Fachverbände diskutiert und soll in der kommenden Woche dem Beirat der Aktiven des DOSB vorgelegt werden.
Das Verhalten der Athleten wird in Peking überprüft werden
„Wir werden keine Empfehlungen geben, was die Athleten machen dürfen oder nicht“, kündigte Bach an. „Das ist Teil unseres Konzeptes des 'mündigen Athleten'. Wir werden sie aber ausreichend informieren, damit sie im Bilde sind.“ Dazu gehört auch die Aufklärung darüber, dass „jede Art der politischen, religiösen oder rassistischen Demonstration und Propaganda“ in den olympischen Arenen oder im olympischen Dorf strikt verboten ist.
Zum Thema
* Deutsche Athleten erwarten Klarheit vom IOC
* Olympiasiegerin Bönisch boykottiert Eröffnungsfeier in Peking
* Olympia-Kommentar: Für ein besseres IOC
Das IOC kündigte an, das Auftreten und Verhalten der Athleten in den Akkreditierten vorbehaltenen Bereichen sowie ihr äußeres Erscheinungsbild zu überprüfen. „Dies ist keine Extremregel für Olympische Spiele. Solche Regeln gibt es für alle Großveranstaltungen wie Fußball-Weltmeisterschaften“, erklärte DOSB-Generaldirektor Michael Vesper. Für ihn hat das IOC mit seiner Interpretation der Regel 51,3 eine „gebotene Klarstellung“ gegeben.
Protest-Armbänder sind an olympischen Stätten verboten
In den Richtlinien wurde das Verbot jeder Art von „Abzeichen, Bändern, Postern oder Kleidungsstücken bestätigt, die als Demonstration oder Propaganda zu verstehen sein könnten. Auch Armreifen mit Aufschriften wie „Freies Tibet“ oder „Olympia für Menschenrechte“ sind damit innerhalb der olympischen Stätten nicht erlaubt.
Im "Deutschen Haus" erlaubt, im olympischen Dorf tabu: Die Armbänder, wie sie Silbermedaillengewinner Stefan Pfannmöller entworfen hat
Diese umfassen alle Bereiche, die nur mit besonderer IOC-Akkreditierung zugänglich sind. Das Verbot gilt also zum Beispiel nicht außerhalb von Stadien oder dem Olympischem Dorf, auch nicht im „Deutschen Haus“ von Peking.
Meinungsfreiheit in der Mixed-Zone
„Jeder Athlet darf seine Meinung zu Menschenrechten in China oder zur Tibet-Frage in Pressekonferenzen, in den Mixed-Zonen der Stadien oder in den Medienzentren sagen“, so Vesper und fügte an: „Ich glaube, es ist eine liberale Regelung.“ Mit dieser Erläuterung für Olympia-Teilnehmer unterstrich das IOC seine Position, dass die Olympischen Spiele „ein großes Festival des Sports“ seien. „Sie sind keine Bühne für politische Stellungnahmen zu kriegerischen Konflikten, regionalen Differenzen oder religiösen Streitigkeiten“, hieß es. IOC-Präsident Jacques Rogge hatte aber auch immer wieder betont: „Die Freiheit der Meinungsäußerung ist etwas Absolutes. Es ist ein Menschenrecht.“
Das IOC reagierte mit seinen Erklärungen zur Meinungsfreiheit bei Olympischen Spielen auf die Forderung der Athleten nach mehr Orientierung. Viele deutsche Sportler wollen nach den blutigen Unruhen in Tibet grün-blaue Armbänder mit der Inschrift „Sport für Menschenrechte“ in Peking tragen. Französische Olympia-Starter planten Buttons mit der Aufschrift „Pour un monde meilleur“ (Für eine bessere Welt).
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: AP
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| Betreff: |
Aw:Richtlinien des IOC zu Meinungsäußerungen von Sportlern? |
| Autor: |
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| Datum: | 05.09.08 22:47 |
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