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Thema 'Im Wettkampf schlechter als im Training'

Betreff:  Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Patrick K.
Datum:25.01.08 15:57

Hi netzathleten!

Ich bin Sportschütze und hab riesige Probleme im Wettkampf die selbe Leistung abzurufen wie im Training. Beim Schiessen ist die Nervosität halt besonders störend, weil man ja ruhig stehen sollte und wenn man dann dauernd den Puls auf der Waffe hat macht es auch einfach keinen Spaß mehr, weil der Wettkampf zum Kampf wird.

Habt ihr Tipps, was ich dagegen tun kann? Ich freu mich eigentlich immer auf die Wetkämpfe, wenns dann aber wieder mit schlechten Leistungen endet machts rgendwann keinen Spaß mehr, und das ist ja eigentlich das wichtigste.

 

gruß patrick


 
 
Betreff:  Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Rouven M. S.
Datum:27.01.08 20:35


Hallo Patrick,
das was Du schreibst ist der Fall des typischen "Trainingsweltmeisters" - im Training alles blendend, im Wettkampf Kampf pur, obwohl genau die selben Resourcen zur Verfügung stehen. Komisch ist aber so, weil im Wettkampf noch viele andere Faktoren negativ (aber auch positiv) auf die Ressourcen einwirken können. 

Druck erzeugt in diesem Fall für Verkrampfung und schon geht die Nervositäts-Spirale los und wenn Du erstmal in der Spirale steckst und verkrampfst, kannst Du nicht mehr auf Deine Ressourcen zugreifen - der Weg ist verschlossen!

Hier hilft im Vorfeld ein gezieltes, begleitendes Mentaltraining und eigene Rituale, die Dir helfen auch im Wettkampf ruhiger und gelassener auf Deine Ressourcen zugreifen zu können. 

Mach z.B. Entspannungsübungen und stelle Dir in allen Einzelheiten den Wettkampf vor - so POSITIV wie möglich! Dein Unterbewusstsein speichert diese Bilder zusammen mit Deinen positiven Gefühlen. Dies hilft Dir in der Wettkampfsituation ruhig und gelassen zu bleiben.

Ferndiagnostisch ist es immer schwierig persönlich zu antworten, da sich bei jedem die einwirkenden Faktoren anders auswirken - ähnlich wie die Zahlenschlösser eines Tresors.

Hoffe ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen. Meld Dich einfach mal per Mail und sag mir wie es bei Dir funktioniert.

Viele Grüße
Rouven
www.sporthypnosecoach.de

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Ralf G.
Datum:18.02.08 11:15

Hallo Patrick,

so manchmal sind die Dinge ganz einfach, es sei denn, man macht es kompliziert.

 

Lass uns zunächst mal festhalten: Du kannst gute Leistung erbringen. Einverstanden? Immerhin schaffst du das im Training.

Verstehst du? Du kannst gute Leistung erbringen!

Es ist wichtig für dich, das zu wissen. Du kannst es!

Du hast nur ein Problem mit der Definition.

 

So jetzt die einfache Lösung: Verlege das Training einfach auf die Wettkampftage.

Im Training bist du gut! Wenn du das Training auf den Wettkampf legst, bist du im Wettkampf gut. Denn im Training bist du gut. Du kannst das!

Dann gewinnst du im Training die Wettkämpfe, aber das ist nur so nebenbei. Denn Training ist ja nur Training auch wenn es auf den Wettkampf fällt.

Klingt jetzt vielleicht komisch, ist aber durchaus Ernst!

Überleg mal: Was definierst du als Training und was definierst du als Wettkampf? Warum wählst du diese Definitionen? Gibt es Wettkampf auch ohne Training und gibt es Training auch ohne Wettkampf?

Klingt vielleicht auch komisch, aber auch das ist Ernst!

Mich würden deine Antworten zu den Fragen oben interessieren, vielleicht magst du ja etwas dazu sagen.

Ciao Ralf

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Patrick K.
Datum:18.02.08 20:54

Hi,

danke für eure Antworten.

Bin in letzter Zeit kaum mehr im Training gewesen, deswegen wollte ich nicht voreilig antworten.

Rituale wie erst den rechten, dann den linken Schuh anziehen usw. hab ich schon. Entspannungsübungen gezielt mach ich nicht, ich setz mich nur vorm Wettkampf in Ruhe auf nen Stuhl und versuch ruhig zu werden.

Das Training auf nen WK legen macht natürlich Sinn und ich versteh auch warum. Aber ob ich mich da so einfach überlisten kann und den WK dann einfach als Training ansehen kann weiss ich nicht. Muss ich probieren, sobald ich mal wieder zum Schiessen komme.

Danke nochmal
Patrick

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor:
Datum:01.03.08 22:50

Hi,

ich kann zwar keine Tipps geben, wies besser geht mit der Konzentration. Kannn ur bestätigen, dass es mir genauso geht.

Nur hilft bei mir das mit dem Wettkampf als training vorstellen auch nicht wirklich. Mir gehts eigentlich immer so, dass beim Wettkmapf, beim  Probeschießen noch alles super läuft, und sobald ich die erste Wertungsscheibe aufziehe schießt in mir soviel Adrenalin hoch, dass ich erst wieder 10-15 Minuten brauche, bis ich wieder im Normalbereich bin.

Es ist einfach doof, dass man sich nicht hinstellen kann und einfach loslegen kann.

Bin auf weitere antworten gespannt.

Gruß
OLI

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Rouven M. S.
Datum:02.03.08 13:28

Hallo Oliver,

gib mir mal bitte Tipps, wie ich von heute auf morgen ein guter Schütze werde! Hilft mir da das Vorstellen, dass ich ein guter Schütze bin? Du wirst mir beipflichten: 

Ohne regelmäßiges und ressourcenorientiertes & optimiertes Training geht nix! Rein gar nix!

Viel zu oft herrscht leider bei mentalen Techniken die Meinung vor, dass man nur hier und da kurz nen Hebel umlegen muss. Das ist leider hier genauso wenig der Fall wie im physischen Training.

Das Hirn ist ebenso als Muskel zu sehen, der ebenso ein regelmäßiges Training braucht!

... sobald ich die erste Wertungsscheibe aufziehe schießt in mir soviel Adrenalin hoch, dass ich erst wieder 10-15 Minuten brauche, bis ich wieder im Normalbereich bin ...

Und genau das läßt sich trainieren und gehört zu meinem Job - aus Trainingsweltmeistern Weltmeister zu machen - mit gezieltem Training & dem passenden Coaching dazu. Dabei wird die Psyche und der Körper trainiert, speziell in dieser Situation auch ruhig & gelassen zu bleiben. also weitaus mehr, als nur Imaginationsarbeit (wobei der Ansatz nicht falsch ist, aber nur ein Teil von vielen)!

... es ist einfach doof, dass man sich nicht hinstellen kann und einfach loslegen kann ...

Wirklich? Kann man nicht? Oder ist das nur eine Einschränkung der persönlichen Ressourcen? 

Ich weiß, dass es geht! Sehr gut sogar ...

Viele Grüße
Rouven
www.sporthypnosecoach.de

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor:
Datum:11.03.08 19:02

Hey, ich bin ja auch Sportschütze und kenn beide angesprochenen Probleme.

Ich habe im Wettkampf genauso das problem gehabt, dass ich wesentlich schlechter geschossen hab, als im Training. Ich muss aba dazusagen, dass es eigentlich bei nicht Profis normal ist, dass man gegenüber dem Training so 2-3 Ringe verliert, da einfach mehre Faktoren eine Rolle spielen und Einfluss nehmen. Ich versuche einfach das Training so wettkampfnah wie möglich zu gestalten und mir Trainingspartner auf gleichem oder sogar auf einen kleine Tick höhren Niveau zu suchen.

Und zum Zweiten Problem vom Oliver, kann ich nur dazusagen, dass man auch bei etwas höheren Puls schießen kann. Ich z.b. brauche Teilweise aweng einen puls und eine gewisse Anspannung um mein Leistung abrufen zukönnen. Und wenn doch der Puls mal so hoch ist, versuche ich mit Atemtechnik (Bauchatmung) ihn zu senken oder mir einen sauberen Schuss wie beispielsweise beim Scatt vorzustellen und ihn genauso aufzubauen.

Gruß

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Rouven M. S.
Datum:12.03.08 09:38

Lasst es uns mal für das Schießen zusammenstellen:

Was für Faktoren wirken auf einen Sportschützen im Allgemeinen ein?
Sammelt mal alle Faktoren hier zusammen, vielleich kann ich Euch online helfen.

Viele Grüße
Rouven
www.sporthypnosecoach.de

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: anna p.
Datum:13.03.08 22:43

hi!

das ist ganz einfach! wenn du dir klar machst, dass du deine schüsse schiesst und die zielpunkte triffst, weil es dir spass macht, weil du es willst und dabei das publikum ausblendest! dann erreichst du was du willst!

 

( mir hilft das sehr!)

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Rouven M. S.
Datum:14.03.08 12:10

Das ist leider immer leichter gesagt als selbst dann umgesetzt. Positives Denken hilft oft, aber leider nicht immer. Wenn sich ein negativer Gedanke so fest eingeprägt hat, dann prallen die positiven Gedanken ab, wie Regentropfen auf einem frisch gewachsten Auto.

Der Mensch ist leider so konstruiert, dass er im Stress in alte Muster zurückfällt. Wenn diese alten (eventuell negativen) Muster nicht im Einklang mit dem Ziel sind, kann das Ziel in dieser Situation mit diesem Muster nicht erreicht werden.

Hier gilt es dann eine Strategie zu entwickeln in einem Reverse Engineering-Prozess. Das heißt, ich gehe im ersten Schritt von den Eigenschaften aus, die ein Top-Schütze mitbringen, muß um dann Schritt für Schritt diese Eigenschaften bei mir (oder dem Klienten) unter Beachtung der einwirkenden Faktoren aufzubauen. Nur so habe ich die Möglichkeit harte, alte & negative Muster auszubrechen und mit neuen positiven Lösungen zu füllen.

Leider gar nicht so einfach, was alles so in uns abläuft ...

Manchmal funktionierts, manchmal nicht! Aber es ist immerhin besser ein positives Selbstgespräch zu führen und positive Gedanken zu hegen, als sich von negativen Gedanken lenken zu lassen. Wie gesagt - manchmal hilft auch dies alleine ...

Viele Grüße
Rouven
www.sporthypnosecoach.de

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Patrick K.
Datum:22.03.08 20:32

Rouven M. schrieb:

Lasst es uns mal für das Schießen zusammenstellen:

Was für Faktoren wirken auf einen Sportschützen im Allgemeinen ein?
Sammelt mal alle Faktoren hier zusammen, vielleich kann ich Euch online helfen.

Viele Grüße
Rouven
www.sporthypnosecoach.de

 Hi Rouven, ich versuch mal zu beschreiben.

 

Also beim Schiessen ist es so, dass das Gewehr (von Pistole hab ich kaum Ahnung) möglichst ohne Muskelkraft getragen werden soll. Die Knochen wirken dabei wie ein Gerüst. Wer Muskeln anspannt kann das im Training gut machen, im Wettkampf kann man die Anspannungen aber nicht so gut dosieren und fängt an zu zittern. Beim Schiessen ist das ein Problem ;) Aber auch wenn die Technik stimmt und man wenig Muskeln einsetzt, ist im Wettkampf Adrenalin da - der Puls steigt (Blutdruck und Pulsfrequenz). Das Gewehr springt im Takt mit dme Puls mit und schiessen wird teilweise unmöglich. Zumindest ich kann mich nicht durchringen auf gut Glück mit springender Mündung abzuziehen. Dann verkrampft man ein bisschen, sprich Muskeln kommen zum Einsatz und die gesamte Technik fällt in sich zusammen. Äußere Einflüsse spielen dabe weniger eine Rolle. Der Druck ist auch bei Wettkämpfen ohne Zuschauer da. Je mehr Zuschauer, desto mehr Druck, aber auch bei keinem Zuschauer ist das Problem im Prinzip das selbe - halt nicht ganz so stark in seinen Ausprägungen (Puls vllt nur 100 statt 120 etc.).

Bei mir sieht das immer so aus: Früher hab ich wichtige Teile des Schußaufbaus einfach wegen dem Druck vergessen, also einfach mal nciht dran gedacht sauber Abzuziehen und schon hat man nen Schuß verrissen. Das hab ich mittlerweile im Griff. Das Problem ist bei mir, dass ich mich fühle, als wär ich aus Pappe. Völlig instabil, alles wackelt (buchstäblich weiche Knie). Meine Beine stehen nicht sicher, das merk ich und verlier das Vetrauen. Beim Abziehen kommen dann oft irgendwelche ruckartigen Muskelbewegungen zustande und der Schuß geht völlig daneben.

Wegen dem Gefühl in den Beinen (mein Oberkörper ist eigentlich meistens ruhig) hab ich jetzt schon überlegt ob es was bringt, wenn ich vor dem Wettkampf dehne und etwas Sport mache (Dehnen tun sich die wenigsten Schützen). Ich hab einfach das Gefühl, dass wenn die Muskeln sozusagen erschöpft sind, nicht mehr so angespannt und aktiv werden. Vllt. erklärt das auch, warum ich z.B. nach anstrengenden Aktivitäten dann beim Schiessen oft besser bin als wie wenn ich aufsteh und um 8 schon zum Schiessen geh.

Ist sicher nicht vollständig, können ja noch andere Schützen was zu schreiben.

 

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Rouven M. S.
Datum:06.04.08 12:32

Was für Faktoren wirken auf einen Sportschützen im Allgemeinen ein? 

LOCKERHEIT

Also beim Schiessen ist es so, dass das Gewehr (von Pistole hab ich kaum Ahnung) möglichst ohne Muskelkraft getragen werden soll.

STABILITÄT

Die Knochen wirken dabei wie ein Gerüst.

ENTSPANNUNG

Wer Muskeln anspannt kann das im Training gut machen, im Wettkampf kann man die Anspannungen aber nicht so gut dosieren und fängt an zu zittern. Beim Schiessen ist das ein Problem ;)

ERREGUNG

Aber auch wenn die Technik stimmt und man wenig Muskeln einsetzt, ist im Wettkampf Adrenalin da - der Puls steigt (Blutdruck und Pulsfrequenz).

ÜBERTRAGUNG DER UNRUHE

Das Gewehr springt im Takt mit dme Puls mit und schiessen wird teilweise unmöglich. Zumindest ich kann mich nicht durchringen auf gut Glück mit springender Mündung abzuziehen.

VERKRAMPFUNG

Dann verkrampft man ein bisschen, sprich Muskeln kommen zum Einsatz ...

EINBRUCH DES ZUGRIFFS AUF DIE RESSOURCEN

...und die gesamte Technik fällt in sich zusammen.

ÄUSSERE EINFLÜSSE

Äußere Einflüsse spielen dabe weniger eine Rolle. Der Druck ist auch bei Wettkämpfen ohne Zuschauer da.

DRUCK

Je mehr Zuschauer, desto mehr Druck, aber auch bei keinem Zuschauer ist das Problem im Prinzip das selbe - halt nicht ganz so stark in seinen Ausprägungen (Puls vllt nur 100 statt 120 etc.).

ABRUF VON RESSOURCEN

Bei mir sieht das immer so aus: Früher hab ich wichtige Teile des Schußaufbaus einfach wegen dem Druck vergessen, also einfach mal nciht dran gedacht sauber Abzuziehen und schon hat man nen Schuß verrissen. Das hab ich mittlerweile im Griff.

STABILITÄT

Das Problem ist bei mir, dass ich mich fühle, als wär ich aus Pappe. Völlig instabil, alles wackelt (buchstäblich weiche Knie).

SELBSTVERTRAUEN

Meine Beine stehen nicht sicher, das merk ich und verlier das Vetrauen. 

IDEOMOTORISCHE AUSWIRKUNGEN / SELBSTERFÜLLENDE AFFIRMATIONEN

Beim Abziehen kommen dann oft irgendwelche ruckartigen Muskelbewegungen zustande und der Schuß geht völlig daneben.

KÖRPERLICHE GEFÜHLE

Wegen dem Gefühl in den Beinen (mein Oberkörper ist eigentlich meistens ruhig) hab ich jetzt schon überlegt ob es was bringt, ...

EIGENE RITUALE

... wenn ich vor dem Wettkampf dehne und etwas Sport mache (Dehnen tun sich die wenigsten Schützen).

LOCKER "LASSEN"

Ich hab einfach das Gefühl, dass wenn die Muskeln sozusagen erschöpft sind, nicht mehr so angespannt und aktiv werden.

KÖRPERLICHE RUHE

Vllt. erklärt das auch, warum ich z.B. nach anstrengenden Aktivitäten dann beim Schiessen oft besser bin als wie wenn ich aufsteh und um 8 schon zum Schiessen geh.

INDIVIDUALITÄT

Ist sicher nicht vollständig, können ja noch andere Schützen was zu schreiben.


Hallo zusammen,
ich habe jetzt verschiedenste Faktoren "herausgehört" und in der jeweiligen Aussage dazugeschrieben. Diese sind für jeden individuell ausgeprägt und auch für jeden individuell für jeden mehr oder auch weniger wichtig. Dies bildet zusammen mit ZIELEN die Basis für ein Sportmentalcoaching. Hierbei wird entdeckt, wie jeder individuell mit seiner Faktorenstellung umgehen und diese auch für sich Nutzen kann.

Mit der EFT-Meridianklopftechnik können die einzelnen Faktoren "beklopft" werden, um sich damit selbst zu stabilisieren. Ein EFT-Klopfschema findet Ihr kostenlos unter: http://www.siegler-consulting.de/eft---grundschema-.html 

Wenn Ihr Fragen dazu habt - einfach fragen!

Viele Grüße
Rouven M. Siegler
www.sporthypnosecoach.de

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Niklas H.
Datum:23.04.08 20:49

Hi!

Ich bin Sommerbiathlet (Laufen + Schießen) war auch schon bei dir im Schützenhaus ;-)

Für mich stellt sich das Problem, das ich die Runde rum rennen muss und dabei am besten den Kopf ausschalte damit es nicht so weh tut, dann aber an den Schießstand komme und binnen Sekunden die 5 Dinger mit voller Konzentration umhaun muss.

Mir hilft es immer sehr, wenn ich an mich glaube und am aller besten geht das schießen wenn ich ganz doll daran glaube, das die Scheibe 50m weit weg weiß wird. DU darfst keine Zweifel aufkommen lassen.

Klingt ein bisschen Psycho ist aber so, wenn du daran glaubst das der Schuß trifft ist er drinne. Fängst du nur an über die Konsequenzen nachzudenken was passiert wenn du den nicht triffst dann hast du schon verloren.

 

Glaub an dich!

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Markus S.
Datum:28.04.08 08:32

Ich habe das Poblem, dass ich im Training oft sehr viel schlechter bin, als im Wettkampf. Das klingt zwar nicht wie ein Problem, aber bei mir führt das dazu, dass ich im Training sehr schnell die Lust verliere, obwohl ich weiss, dass ich das Training brauche. Im Wettkampf ist dann alles gut. Ich bin hochkonzentriert und mich lenkt auch nichts ab. Aber ich merke mitunter, dass mir die Zeit des wirklich effektiven Trainings fehlt, weil meine Leistungen da nicht befriedigend sind.

Deshalb die Frage: Gibt es jemanden, dem es auch so geht oder ging und wie kann man es besser machen?

 
Betreff:  Aw:Im Wettkampf schlechter als im Training
Autor: Rouven M. S.
Datum:28.04.08 09:52

Fehlende oder schwindende Motivation wird am besten mit perfekt gesteckten Zielen angegegangen.

Da geht es Amateuren nicht anders als den Profis, wobei bei Profis die Ziele aufgrund des Hauptberufs schon weit im Vorfeld gesteckt werden.

Auch hierfür ist ein gezieltes Mentaltraining sehr sinnvoll.

Steckt Euch Ziele für Eure Saison, überlegt Euch, was Ihr dazu braucht und was Euch fehlt. Arbeitet diese Liste Punkt für Punkt ab. Sucht Euch einen taktischen Weg für Euer Ziel, den Ihr gehen könnt und orientiert Euch an Euren Stärken, die Schwächen bauen sich von alleine auf. 

Ganz wichtig: positiv & realistisch bleiben!

Kleine Hilfe für perfekt gesteckte Ziele:

KISS - "Keep It Simple and Stupid!" - Ziele immer einfach, leicht verständlich und positiv definieren! Das hilft dem Unterbewusstsein ungemein!

SMART - Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch, Time (Zeitrahmen)
Bedenke, dass Deine Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch
und einen klaren Zeitrahmen haben sollten. Deine Zielvorgaben
sollten erreichbar sein, aber auch ehrgeizig zugleich.

Erfolgreiche Menschen behalten Ruhe und Überblick. Sie erkennen das Wichtige und Wesentliche im Leben. Innere Ruhe bringt Klarheit, Gelassenheit und innere Stärke. 

Für mich habe ich festgestellt, wie wichtig die innere Ruhe ist. Deshalb hat in meinem Leben die Entspannung auch einen sehr hohen Stellenwert. 

Wenn Menschen in Hektik und Stress verfallen, verlieren sie den Überblick, arbeiten vielleicht sehr viel, erzielen aber trotzdem in der Regel schlechte Ergebnisse.

Je entspannter wir sind, desto mehr Überblick und Klarheit haben wir. Wir können mit Ruhe und Freude ganz bewusst das Richtige tun. So erzielen wir bessere Ergebnisse und haben mehr Erfolg. 

Wenn Ihr Fragen habt - einfach fragen!

Viele Grüße und viel Erfolg
Euer
Rouven
www.sporthypnosecoach.de