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Thema 'Hustensaft im Cola'

Betreff:  Hustensaft im Cola
Autor: yvonne S.
Datum:16.04.08 09:55

Hätte mal ne Frage, ich war bei einem Wettkampf. Da war ein Mädchen neben mir, die trank Cola, danach stank es jedesmal extremst nach Hustensaft, mir wurde direkt schlecht davon. Muss man da davon ausgehen, dass es sich um Doping handelt? An wen soll man sich in diesem Fall wenden. Dopingkontrollen gibt es bei solchen Wettkämpfen nicht.

danke für Anregungen


 
 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: Stephen G.
Datum:17.04.08 22:55

na ich würde mich an den sportwart bei euch wenden und es war ja wohl auch ein wettkampf, also deinen trainer ist aber auch eine schweinerei.

notfalls deinen sportverband und dort auch mal an die jugendwarte.

 

ich habe mich letztens mal mit meiner apothekrerin unterhalten, weil ich bei ihren laden tusamag, das war mein lieblingshustensaft in der jugend und sie sagte mir, der war lange verboten, weil, man lese und staune: früher war dieser nach süssen pflaumensaft schmeckte, war mit alkohol versetzt und wirkte deshalb so toll, wie übrigens heute noch wick medieneid, oder wie das zeug heist.

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:30.04.08 23:39

Nunja, angesprochenes Wick MediNait enthält Ephedrin, wirkt ähnlich wie Adrenalin---> Dopingaktive Substanz, verboten! (Ist übrigens auch in Aspirin Complex drin)

 

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: yvonne S.
Datum:29.05.08 12:44

Danke für die Tipps werd mal mit unserem Vorstand darüber sprechen, denn auf diesem Wettkampf, war übrigens eine Bayerische, war kein Trainer oder Betreuer dabei, da ich die einzige Starterin von unserem Verein war, ansonsten hätte ich mich sowieso sofort an meinen Trainer gewandt. Das Mädchen war sogar noch jünger als ich, ich verstehe nicht, dass ihr Trainer nichts gesagt hat, der muss das ja wohl auch gerochen haben. Leider habe ich dort auch die Offiziellen nicht gekannt.

Grüße

Vonne

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:29.05.08 14:15

Wie alt war die denn?

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: yvonne S.
Datum:05.06.08 22:19

Hallo

Müsste ein 95 er Jahrgang gewesen sein, also 12 oder 13.

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:06.06.08 09:39

Ich denke mal, dass sie dann auch noch gar nicht bestraft werden kann, weil man sie ja noch nicht 14 ist.

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: yvonne S.
Datum:06.06.08 13:03

Irgendwer besorgt ihr das Zeugs und ruiniert ihre Gesundheit, der gehört bestraft, denke ich. Meine Ma würde so einen Blödsinn auf keinen Fall dulden.

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:06.06.08 15:31

Das stimmt schon, allerdings kann das Mädchen nicht bestraft werden.

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: Uwe G.
Datum:03.08.08 18:34

Hier mal was zum Nachlesen.

 

www.sportunterricht.de/lksport/dopestimu1.html

 

mit sportlichen Gruß

Uwe G.

 

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: Bastian J.
Datum:04.08.08 16:34

Felix schrieb:

Nunja, angesprochenes Wick MediNait enthält Ephedrin, wirkt ähnlich wie Adrenalin---> Dopingaktive Substanz, verboten! (Ist übrigens auch in Aspirin Complex drin)

  Aspirin Complex enthäkt so genanntes Pseudo-Ephidirn und ist derzeit nicht auf der Verbotsliste....die NADA hat es allerdings auf die Beobachtungsliste gesetzt und kann es somit jederzeit wieder auf die Verbotsliste bringen.

Auf der Homepage der NADA mit sitz in Bonn gibt es eine Datenbank in der man seine Medikamente nachschlagen kann. Diese liefert dann recht detaillierte Aussagen ob und wann (Training und /oder Wettkampf) dieses Medikament erlaubt/verboten ist!!



Gruß Bastl

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor: Björn E.
Datum:15.08.08 11:46

Vom Hörensagen her habt ihr jetzt eine Diskussion losgetreten, die das Mädchen verurteilt, das Umfeld etc.. Bevor man Urteile über 12-13 Jährige fällt, die sich laut einer Vermutung mit Codein oder Ephedrin gedopt haben soll, wäre es vielleicht hilfreich, die betreffende Person anzusprechen, anstatt Vermutungen anzustellen. Durch die Berichterstattung in den Medien befeuert, entsteht der Eindruck, dass im Ausdauersport alle ohne Ausnahme dopen - auch im freizeit und Amateuerbereich. In einer kürzlich durchgeführten anonymen Studie zum Thema Nahrungsergänzung und Supplemente, wurde festgestellt, dass Doping im Amateur und Breitensport (Ausnahme Bodybuilding) kaum bis wenig verbreitet ist.

Solche Meldungen verkaufen aber keine Zeitung und sorgen auch kaum für Einschaltquoten. Aber "Hustensaftdoping an Minderjährigen", das wäre Bild auf jeden Fall eine Titelseite wert. Ich selber leide an Asthma Bronchiale und benötige daher ein Aerosolspray. ich traue mich mitlerweile kaum noch, das Ding bei einem Wettkampf öffentlich zu benutzen, weil man schief angeguckt wird und blöde Kommentare an den Kopf kriegt.

Bevor man vorschnell über andere urteilt, rate ich, den eigenen Badezimmerschrank mal mit der NADA bzw. WADA Liste abzugleichen, ihr werdet euch wundern. Als Allergiker hat man sowieso verloren, da alle Glucocorticoide auf der Liste stehen. Übrigens stand Coffein bis vor zwei Jahren auch noch auf der Liste. Und wenn ich mir heute anschaue, wie viele Leute sich vor nem Wettkampf zwei bis drei Red Bull reinhauen... Das wäre vor zwei Jahren offiziel noch Doping gewesen.

Ich will hier bestimmt nicht die dopenden Spitzensportler in Schutz nehmen, allerdings wäre es gut, wenn man die Diskussion ein wenig sachlicher führen würde. Auf der WADA und NADA Liste stehen zum Teil Substanzen, wo man sich nur noch an den Kopf fassen kann. Zum einen verurteilt man Cannabis als demotivieredne Droge, die faul und gleichgültig macht, gleichzeitig steht diese Sunstanzgruppe auf der Liste der verbotenen leistungssteigernden Substanzen - da wirkt zumindest eine Seite unglaubwürdig.

Mein Neffe ist acht Jahre alt und hat wohl ADHS und kriegt deswegen Ritalin (Methylphenidat/Amphetaminderivat), das seit den 50ern auf der Verbotsliste ist. Soll man dem Jungen jetzt seine Ehrenurkunde von den Bundesjugendspielen aberkennen?

 

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:17.08.08 18:25

Danke Björn!

Das was du angesprochen hast ist übrigens auch teilweise bei mir so, ich habe auch Asthma bronchiale und habe deswegen ein Spray bekommen. Aber ich fühle mich deswegen nicht schuldig, ich habe ein ATUE (verkürztes Ausnahmeverfahren für therapeutische Anwendungen) bei der NADA beantragt und die Erlaubnis bekommen, das Spray auch zu Wettkämpfen zu nehmen. Ich denke nicht, dass einem etwaigen Tour-da-France-Fahrer der an Anämie (Blutarmut) leidet, die Therapie mit Epo verweigert werden würde. Wenn der Arzt und er einen ordentlich mit Untersuchungsbefunden begründeten Antrag auf Epo-Nutzung stellen würden, dann würde dieses wahrscheinlich auch nicht abgelehnt werden. Denn eine Ablehnung würde einer Diskriminierung gleichkommen.

Anders sehe ich denn Sinngehalt dieser Diskussion. Was ist dabei rumgekommen?

Wir haben alle die Möglichkeit zu dopen (siehe Aspirin). Wir haben aber auch alle die Möglichkeit auf andere Medikamente auszuweichen, die nicht auf der Roten Liste stehen (eben nur Aspirin oder vergleichbares Präparat und nicht Aspirin Complex oder Effect). Und für diejenigen, für die es keine Ausweichmöglichkeit gibt, gibt es immernoch TUEs.

Klar, dieser Weg ist anstrengend, klar ist es doof immer erst in dieser Liste nachzuschauen.

Aber ich für meinen Teil will einen sauberen Sport. Einen Sport, in dem ich nicht darunter zu leiden habe, dass andere mit bestimmten Substanzen mehr, unnatürlichere Leistungen vollbringen können, und einen Sport, in dem der letztere Sportler nicht durch eben diese geschädigt wird.

 

 

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:17.08.08 22:14

Ich glaube kaum, dass die NADA oder die WADA einem Sportler mir zu wenig roten Blutkörperchen erlauben würde EPO zu nehmen, da es ja eindeutig auf der Verbotsliste steht. Ausnahmen werden nur bei Medikamenten gemacht, die wegen Allergien etc. verwendet werden müssen.

 
Betreff:  Aw:Hustensaft im Cola
Autor:
Datum:17.08.08 22:36

Käme auf einen Präzedenzfall an, die Grundlage ist jedoch gegeben:

Nada-Code

5.1.1 Die Angehörigen des internationalen wie nationalen Testpools müssen sich die Einnahme verbotener Wirkstoffe bzw. Anwendung der verbotenen Methoden im Wege der Medizinischen Ausnahmegenehmigung vom Ärztekomitee für Medizinische Ausnahmegenehmigungen der NADA bzw. des zuständigen internationalen Sportfachverbandes genehmigen lassen.

 

Natürlich gilt:

5.5.2 Die therapeutische Anwendung eines verbotenen Wirkstoffs oder einer verbotenen Methode bewirkt keine zusätzliche Leistungssteigerung, außer der erwarte-ten Rückkehr zum Zustand normaler Gesundheit, wie er nach Behandlung einer ärzt-lich festgestellten Krankheit zu erwarten wäre.

 

Ich gebe zu dass EPO ein schlechtes Beispiel war, da der Wirkstoff Erythropoietin ein endogenes Hormon ist, und die änderung eben dieser Stoffklasse eine ganz heikle Sache in Sachen Doping ist.