Ich möchte euch mein und besser unser neues Projekt vorstellen. Was letztes Jahr mit unserer Alpendurchkreuzung im Alpencrosstil begonnen hat, findet im Sommer 2009 ihre Fortsetzung.
- 2 Fahrer
- 2 Rennräder
- 10 Länder
- 4000km
- in 20 Tagen
- Minimalstes Gepäck
Zu unseren Beweggründen:
Durch die auch dieses Jahr wieder aktuellen Dopingfälle und dem sich damit nicht abzeichnenden Wandel im Profiradsport suchen wir nach einem neuen Weg um Spaß, sportliche Leistung und echten Sportsgeist zu leben.
Wir haben es satt! Radrennen wird es für uns in 2009 nicht mehr geben! Sowohl nicht mehr als Zuschauer, oder als Teilnehmer an offenen Rennen wie dem Ötzi oder ähnlichen Veranstaltungen! Wir waren und sind keine Vollprofis. Dennoch fragen wir uns, worum es im Sport eigentlich geht. Wo bleibt der Spaß, die Identität, ehrlicher Wettbewerb und vielleicht auch so altmodische Dinge wie Kameradschaft?
Die Anerkennung des Breitensports leidet ebenfalls unter den aktuellen Entwicklungen im Profisport. Viele Breitensportler sind heute bereit für dem Ruhm nach Feierabend auch was unerlaubtes einzuwerfen. Für mich sind die wahren Helden im Sport die, die den Spagat zwischen -Beruf, Familie, Training, selbstfinanziertes Material – hinbekommen und ihre sportliche Leistung bringen -all dies wird heutzutage immer weniger wertgeschätzt!
*Und ich würde mir wünschen das diese Ahteleten hier bei den Netztathleten viel mehr gepuscht werden! Und auch vielleicht ein eigene "Kennzweichnung" bekommen. Denn das haben sie verdient. Es wird hier noch reichlich mehr Sportler geben die so wie wir unterwegs sind! Ich denke man braucht hier kein Starkarussel wie es jetzt grade auf der Startseite zufinden ist!
2008 hatten wir die Idee, mit dem Rennrad einen neuen Weg zu begehen. Inspiriert durch die Etappendurchquerungen des Mountainbike-Alpencross-Stils und Elementen der Rennrad Brevet-Szene, schufen wir für uns persönlich eine neuartige Rennraddisziplin: Gefahren wird mit Rennrad und minimalem Gepäck so weit die Räder tragen – und das nach Möglichkeit jeden Tag. So können erstaunlich große Distanzen zurückgelegt werden, ohne die Behäbigkeit von Satteltaschen. Man kann sportlich und schnell unterwegs sein, ist auch ohne den Aufwand und die Kosten eines Begleitfahrzeugs unterwegs. Pure Freiheit!
Es handelt sich bei unseren Etappenfahrten um keine Rennen, vielmehr müssen sich die Protagonisten auf die geografischen Hindernisse, die Wetterkapriolen und auf die Gesamtleistung an sich einstellen. Flexibilität ist essenziell wichtig. Die einzelnen Tagesetappen kann man kaum vorausplanen. Jeder kann sich seine Tour nach seinem Gusto zusammenstellen – sportliche Leistung oder mehr das 'Treiben lassen'... bei uns ist es immer noch eher die sportliche Leistung die im Vordergrund steht. Dabei sind die eigenen Grenzen das Limit – professionelle Maßstäbe spielen hier keine Rolle. Wir würden uns über Nachahmer freuen!
Eine solche Tour über zwei, drei oder noch mehr Wochen kann mit Gepäck in dieser Größenordnung nur mit dem allabendlichen Ansteuern von Unterkünften realisiert werden. Im Minirucksack ist nur wenig Platz – deutlich weniger als bei einem klassischen Alpencross! Ebenso wichtig ist geringes Gewicht. Nur das absolut nötigste kommt mit.
Die grobe Route für 2009: München – Liechtenstein – Strasbourg – Luxembourg – Belgien – Lille – Calais – Den Haag – Wilhelmshaven – Dänemark – Kiel – Rostock – Usedom – Swinoujscie – Berlin – Tschechien – Regensburg – München