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| Betreff: |
Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
/\xel v. |
| Datum: | 27.01.09 20:32 |
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Ganz neu in dieser Gruppe (danke für die Einladung!), möchte ich gleich mal einen Erfahrungsaustausch initiieren, aus dem sich im Idealfall die eine oder andere Diskussion ergibt.
Mein Thema: Wann, wo, wie und warum habt ihr euer einprägsamstes Erlebnis gehabt, bei dem der Kopf über Erfolg oder Misserfolg entschieden hat?
Zur Einstimmung mein diesbezügliches Highlight (andere Stories gäbe es eventuell auch noch zu erzählen...):
So etwa mit 26 oder 27 habe ich aufgehört, Schwimmen einigermaßen ernsthaft zu betreiben. In den folgenden Jahren trainierte ich mal gar nicht, mal in einer bunt gemischten "Masters"-Gruppe. Erfreulicherweise konnte ich im Sprint (50 Meter) noch ein gewisses Niveau halten, aber 100 Meter waren schon zuviel, da war der Leistungsabfall deutlich spürbar. Zu besten Zeiten war ich die 100 Freistil mal in 57,7 Sekunden geschwommen - mit dem erheblich reduzierten Training waren noch Zeiten um 1:02 drin. Mit 32 setzte ich mir dann in den Kopf, noch einmal die "Schallmauer" von einer Minute zu knacken. Dem Entschluss folgte eine viel zu kurze Trainingsphase, die zudem von Ausreden fürs Nichtstun geprägt war. Am gewählten Tag X war ich körperlich definitiv nicht in der Lage, mein Ziel zu erreichen.
Schlauerweise hatte ich aller Welt von meinem Vorhaben erzählt und so einen gehörigen äußeren Druck aufgebaut. Um diesen zu verstärken, rasierte ich mich vor dem Wettkampf komplett. Derart vorbereitet, wäre ein Scheitern die Mutter aller Peinlichkeiten geworden.
Was soll ich sagen: es hat funktioniert. Nach 59,2 Sekunden hatte ich den Triumph auf meiner Seite und war zwei Sekunden (auch "Ewigkeiten" genannt) schneller, als ich bei einer realistischen Einschätzung für möglich gehalten hätte.
Meine einzige Erklärung für diesen Erfolg besteht darin, dass ich genau den nötigen Druck aufgebaut habe, der mich zur maximalen Leistung getrieben hat, aber nicht verkrampft bin, weil das ganze Vorhaben ohnehin utopisch und ein möglicher Fehlschlag unbewusst schon einkalkuliert und verarbeitet war, so dass ich locker bleiben konnte.
So, und jetzt ihr :-)
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| Betreff: |
Aw:Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
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| Datum: | 27.01.09 22:49 |
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Hallo!
Vor weg, die Laufschuhe werden schon seit Oktober 2005 bewegt, damals hatte ich ca. 128 Kg auf den Rippen. Allerdings, durch falscher Ehrgeiz, ist meine wirkliche Laufzeit erst ab Dezember 2006 zu sehen. is dahin hatte ich zu viel UNNÖTIGE Verletzungen. Achillessehenproblemen, "kleine" Lungenentzündung, mehrere Erkältungen. Erst ein CHeck-Up bei einem lauferfahrenen Arzt öffenete mir die Augen.
Mein mentalstes Erlebnis stammt vom 26. Oktober. Mein erster Marathon. Ein persönlicher Trainingplan, der startete am 1. Juli 2008, war die Aufbaugrundlage. Mein Ziel hatte ich schon lange vor Augen. Meine Familie und der Lauftreff haben mich immer wieder in mein Vorhaben bestärkt. Der Plan war aufbauend und nach und nach merkte ich und meine Trainingspartnerin, die viel viel schneller ist, dass wir beide zügig Fortschritten machten.
Bei Halbzeit des Plan stand ein HM an. Im Vergleich zu Bonn (2:09:45) wurde meine persönliche Bestzeit auf 2:03:57! gedrückt. DAbei hatte ich noch Reserve! Die Welle der Begeisterung in meinem Umfeld war enorm.
Der nächste Schritt kam dann eine Woche später. 10 Km ohne Zeitzielsetzung. Auch hier bin ich die ersten 5 Km locker angegangen und bei Halbzeit merkte wie gut ich unterwegs war. Im Ziel stoppte die Uhr bei 53:50! Dieser Push mit dem Rückenwind, ein sehr gutes Gefühl!
Die Tweifel kamen dann erst dann wo die Startunterlagen in Frankfurt abgeholt wurden. Da habe ich richtig Bammel bekommen. Ja, das Gefühl der Leere machte sich bemerkbar. Soll ich wirklich starten? Die Panik machte sich breit.
Auf der Messe trafen wir, meine Trainingpartnerin war mitgekommen, Dieter Baumann und Lothar Leder. Zum Glück hatten die Beiden für mich Zeit genommen und kamen ins Gespräch. Uni sono sagten die Beiden dass SOnntag nichts schief gehen könnte weil die Planung mehr als optmal sei. Soldide abgearbeitet und ohne Verletzungen.
Nervös wurde ich mehr. Bis, ja bis eine Banale Bemerkung mich aufweckte. Eine LT-Kamaradin hatte ich erzählt we es in mir aussieht, sie lachte herzhaft laut und schaute mich spottend an und gab zum Besten: "Wenn Du morgens um 6:00 Uhr zwischen 30 und 35 Km läufst und dann noch ohne Problemen einen schmerzfreie Spätschicht and den Tag legst, wo hast Du dann ein Problem!?
Bingo! So lief dann auch die Startvorbereitung kurz vor 10 Uhr am Sonntag. Wo alle los sturmten habe ich inne gehalten und MEIN EIGENEN WETTKAMPF gestaltet. Mein Startblock war die 5-Stundler. Jedoch, nach ca. 15 Km sah ich den 4:30-Stunden Ballon. Mein Puls blieb soweit unten wie noch nie, der Diesel war warm und sa zunehmend dass viele Marathonis sich ab Km 18 quälten. Mein Gefühl war sehr sehr gut, Lissie Worten hallten noch nach. Jede 5 Km Zeitnahme verdeutlichte mir: Du bleibst unter 4:50!, mein angestrebter Finish-Zeit. Allerdings waren es die Brutto-Zeiten die angegeben waren!
Bei Km 40 war nicht mal eine Gehpause gewesen und hatte ich heute keinen Spätdienst? Ich habe laut gelacht und beschloss einen Endspurt hin zu legen gewidmet für alle die an mich glauben. In einem Schnitt von 5:38 Min/Km schloss ich mein grüner Marathon ab.
Und bin bis heute mächtig stolz dies geleistet zu haben. Alleine währe es nie nie nie möglich gewesen diese Leistung (4:29:02) zu bringen. Meine Familie, meine Trainingspartnerin, LT Heimbach-Weis, Arbeitskollegen und meine Freunden sei mehr als herzlichen Dank!
Und jetzt: Werde ich mich in Triathlon versuchen. Auch wenn man nichts kann, man kann alles lernen. Nur die Ziele müssen realistisch bleiben.
Viel Erfolg bei Euren Vorhaben!
Kees
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| Betreff: |
Aw:Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
/\xel v. |
| Datum: | 27.01.09 23:15 |
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Rolando schrieb:
Hallo /lex,
das Mädel schwimmt seit ca. fünf Jahren auf Wettkämpfen.
An den beiden letzten Wochenenden hat sie an Wettkämpfen teilgenommen.
Einmal gegen ihre selbsterkorenen Gegnerin (aus dem Nachbar-Verein) und einmal gegen unbekannte Gegnerinnen.
Als sie gegen "ihre" Gegnerin schwamm war sie nachher am Boden zerstört, weil sie sie nicht geschlagen hatte. Mit den geschwommenen Zeiten waren wir Trainer voll zufrieden.
Bei dem anderen Wettkampf stieg sie locker aus dem Wasser und die Zeiten waren besser als in dem anderen Wettkampf.
Einerseits gefällt mir Deine Idee mit dem Bild der Gegnerin wärend des Training ganz gut, andererseits müssen wir das Mädel dahin bringen, dass sie sich auf sich selbst konzentiert und nicht darauf gegen wen sei schwimmt.
Aber ausprobieren können wir es ja.
Leider liegt die Lösung in einem "Versuch-und-Irrtum-Spiel" zu Lasten des Mädchen, zumindest mit uns Laien, die wir mit dem Mädchen vor Ort arbeiten.
Viele Grüße
Rolando
Also - das Thema Wettkampferfahrung hake ich mal ab.
Mich irritiert deine Äußerung "weil sie sie nicht geschlagen hatte. Mit den geschwommenen Zeiten waren wir Trainer voll zufrieden"
Es geht doch nicht nur darum, ob ihr als Trainer mit den Leistungen zufrieden seid.
Es geht nicht nur um die beste Leistung, die du aus einem Potential heruausbringen kannst.
Du hast da eine Schwimmerin, die die Leistung bringt, die du von ihr erwartest. Fein. Aber was macht sie dabei mit?
"Wir Trainer ... voll zufrieden". Frag dich doch mal, ob deine Schwimmerin auch so voll zufrieden ist.
Natürlich geht alles, was der verantwortliche Betreuer
da macht, zu seinen Lasten. Da hast du eine Verantwortung, die ich dir nicht abnehmen kann.
Du hast angesprochen, dass jegliche Experimente auf Kosten jenes Mädels gehen könnten. Das stimmt. Aber das ist einfach Schicksal - ich bin als Sportler auch mit einer gewissen Ideologie gefördert worden. Ob die Ideologie sich später durchgesetzt hat, ist für mich aber nicht wichtig.
Wenn du meinst, dass du als Betreuer nicht das Beste für deine Schützlinge tun kannst, dann gib den Job auf. Wenn du überzeugt bist, dass du mehr zu erzählen hast, dann erzähl es und lass dich nicht einschüchtern.
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| Betreff: |
Aw:Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
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| Datum: | 27.01.09 23:50 |
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Hallo Alex, hallo Rolando!
Gerade hab Eure Diskussion etwas genauer gelesen. Dieses Mädel hat eine selbsterkorene Gegnerin. Nichts dagegen. Wie schätzt dieses Mädel eigentlich sich selbst ein. Klar will jeder ein Sieg erringen. Sei es gegen ein Gegner oder gegen sich selbst. Beides badarf eine eigene Strategie. Oder steht die Dame sich selbst im Weg? Denn jeder Start, egal welche Sportart, heißt: Was ich hier mache, machen die meisten nicht! Seine Leistung stellen!
Als "Schwimmanfänger" werde ich nicht gegen ein Paul Biedermann 200 Meter antreten weil ich gewinnen WILLLLLLLLL. Ich trete gegen jemanden an wenn ich wissen will wo meine Grenze ist! Unabdingbar ist dann auch noch die Tagesform.......
Das wichtigste beim Sport darf nicht aus dem Blickfeld verloren gehen: Verlieren können heißt gewinnen! Und nächsten 5 Markstück für das Phrasenschwein: Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf!
Also Mentaltraining!
Liebe Grüße aus Neuwied
Kees
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| Betreff: |
Aw:Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
/\xel v. |
| Datum: | 28.01.09 00:45 |
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Kees van schrieb:
Und bin bis heute mächtig stolz dies geleistet zu haben.
Darauf kannst du auch verdammt stolz sein!
Und jetzt: Werde ich mich in Triathlon versuchen. Auch wenn man nichts kann, man kann alles lernen. Nur die Ziele müssen realistisch bleiben.
WOW!
Du denkst so wie ich.
Sorry für die Zitatebenen, die ich durcheinander gebracht habe. Ihr versteht schon.
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| Betreff: |
Aw:Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
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| Datum: | 28.01.09 06:58 |
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Hallo an alle!
Seit ca. 5 Jahren laufe ich so einigermaßen regelmäßig - im Winter gehe ich mehr Skifahren, daher pausiert hier das Lauftraining immer ein wenig.
Wir waren immer eine Gruppe von Freunden, die sich zum Laufen getroffen haben. Mein Partner und ich sind hauptsächlich Just4Fun glaufen - ohne Pulsuhr und bei keinem Wettkampf.
Vor drei Jahren ca. hab ich zumindest angefangen mit Pulsuhr zu laufen - trotzdem so, wie es mir gerade gepasst hat - und habe auch mit dem Training im Fitnessstudio begonnen.
Im Jahr 2007 sind wir zum ersten Mal bei x-Laufevents dabei gewesen - aber halt auch nur Just4Fun.
Im Jahr 2008 machte ich mir mehr Gedanken über mein Training - welches für den Winter ja auch wichtig ist - und wir waren natürlich wieder bei vielen Laufevents dabei.
Nachdem ich in der Allgemeinen Klasse laufe, sind hier nicht so viele Starterinnen - und so habe ich mir beim Lipizzanerheimatlauf die Startliste genommen, und gezählt, dass insgesamt 6 Läuferinnen am Start sind. Vor dem Wettkampf habe ich mich noch gut ausgeruht und habe mir gedacht, dass ein Stockerl-Platz realistisch sei - ich habe visualisiert, wie ich am 3. Platz stehe und dass 3 Läuferinnen langsamer sind wie ich. Ich habe mir nie eingeredet, dass ich schneller sein muss, wie 3 andere sondern es sind 3 langsamer wie ich. Dann kam der Lauf - gestartet habe ich wie immer sehr weit hinten. Beim Lipizzanerlauf (mit einigen Höhenmetern) sind bei 14 km zwei Runden zu laufen - ich wusste, ca. 42 Minuten für eine Runde ist durchaus realistisch. Nach der ersten Runde blickte ich auf meine Uhr - knapp 40 Minuten - zuerst dachte ich mir, dass es zu schnell ist und ich für die zweite Runde nicht genügend Kraft hätte. Doch dann hab ich mir gedacht, ich bin die erste Runde gleich gar nicht gelaufen. Als ich im Ziel angekommen war, zeigte meine Uhr 1:19:58 - ich dachte nur wow - um über 12 Minuten gegenüber dem Vorjahr verbessert (1:32:20). Dann fuhren wir nach Hause (ist ca. 5 Minuten vom Lauf entfernt) zum Duschen. Dannach habe ich die Ergebnislliste abgerufen - und siehe da, Rang 3 in der allgemeinen Klasse. Bei der Siegerehrgung stand ich also tatsächlich auf den visualisierten 3. Rang. (Die viertplazierte Dame hatte eine Zeit von 1:38:00 und eine Dame hat es leider nicht geschafft).
Um seine Ziele zu erreichen, muss man es schon im Kopf auch haben - und vorallem muss man sich realistische Ziele setzen.
LG
Nicole
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| Betreff: |
Aw:Euer "mentalstes" Erlebnis? |
| Autor: |
Netzathlet |
| Datum: | 03.05.09 16:34 |
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Hey,
Also ... Nur mal kurz zur Erklärung: Ich spiel Tischtennis und beim TT spielt man 3 oder vier Gewinnsätze. Das heißt: wer zuerst 3 oder 4 Sätze gewinnt, der hat das Spiel gewonnen. Ein Satz geht bis 11, aber man muss mindestens zwei Punkte Vorsprung haben. Das heißt, wenn es 10:10 steht, dann geht es bis 12, wenn es 11:11 steht, bis 13 und so weiter.
Das passt auch irgendwie voll, weil ich mir kurz vorher aus dem Internet den Mental Pocket Guide runtergeladen hab und vorallem DIE HUMMEL hat mich irgendwie fasziniert und deswegen hab ich die HUMMEL als so eine Art Motivation genommen und auch immer eine kleine Plüsch-Hummel bei Turnieren mit und in meiner Nähe liegen.
Bei den Landesmeisterschaften (Damen/Herren) hatte ich in der Gruppe eine ziemlich harte Auslosung. Eine gesetzte Spielerin, eine schwer zu spielende und eine etwas einfachere Gegnerin.
Am Anfang musste ich gegen eine Unbekannte spielen. Ich habe den ersten Satz mit 11:1 verloren und hab überhaupt keinen Plan gehabt. Nach der Satzpause hab ich mich dann zammgerissen und hab das Spiel noch mit Mühe und Not gewonnen.
Dann dachte ich, dass ich das nächste Spiel ein bisschen leichter hab, weil ich die Spielerin nicht sehr gut einschätzte. Nur leider hab ich sie ein bisschen unterschätzt. Es passierte genau das Gegenteil von meinem ersten Spiel. Im ersten Satz habe ich total gut gespielt und dann keinen Stich mehr gesehn.
Ich stand somit 1:1 und musste mein letztes Spiel gewinnen, um überhaupt noch eine Chance auf die Endrunde zu haben.
In meinem letzten Gruppenspiel musste ich gegen die gesetzte Spierin ran und hab total unerwartet zimlich hoch mit 3:0 gewonnen. Durch den hohen Sieg hab ich sogar noch meine gruppe mit dem 1. Platz abgeschlossen.
In der Endrunde wurden dann 4 Gewinnsätze gespielt, was bedeutete, dass die Spiele länger wurden und auch durch die Länge des Turniers und die späte Zeit (Abends 20.30 Uhr) sollte es ein hartes Ding werden. Außerdem kam bei mir noch dazu, dass ich im Laufe eines Turniers noch nie ein 4-Satzmatch bestritten hab.
Den Start in den ersten Satz habe ich total verpennt. Dann durch ein bisschen Glück doch noch gewonnen. Die nächsten beiden Sätze gingen auch ziemlich klar an mich. Ich hätte nur noch einen Satz gewinnen müssen um das Spiel in der Tasche zu haben und somit mein bestes Ergebnis in meiner "Karriere" zu erzielen. Ich lag auch mit 10:8 in Führung aber hab dann angefangen zu pennen und habe den Satz noch verloren. Von da an habe ich nix mehr von dem Spiel mitbekommen. Dann ging das übliche Problem los. Fehlaufschläge, Unmotiviertes spielen, Kein Interesse an Worten des Trainers, Rummeckern, ... das volle Programm halt. Und so stand es auf einmal 3:3 und 10:6 gegen mich. Als meine Gegnerin den Punkt zum 10:6 gemacht hatte (was gleichzeitig 4 Matchbälle für sie bedeutete) Habe ich mal kurz hoch auf die tribüne geschaut. Dort saß ein kleiner aus dem Verein mit meinem Kuscheltier in der Hand. Da ist mir einiges wieder in den Kopf gekommen, was ich mir vorgenommen hatte und was ich mir durch mein dummes Verhalten während des Spiels verbaut hatte. Ich habe mir einfach nur gedacht:" Spiels wenigstens vernünftig zuende". Irgendwie hat meine gegnerin dann Angst vorm gewinnen gehabt und mir war dann wowieso alles egal. Ich weiß echt nicht wie ich das gemacht hab, aber ich hab den Satz und so das Spiel noch gewonnen.
Das Kuscheltier was der Kleine in der Hand hatte, war meine kleine Hummel, die mich eigentlich während des Spiels daran erinnern sollte, dass alles möglich ist, wenn man dran glaubt. Sie kam zwar ein bisschen spät, aber zum Glück nicht zu spät.
Es war einfach ein geiles/schönes/super Erlebnis und hat mir gezeigt, dass auch so ein Kopf-Atzen wie ich in scheinbar aussichtslosen Situationen gewinnen kann.
Danke dafür.
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