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| Betreff: |
Basketball kills Basketball !? |
| Autor: |
Zenmaster |
| Datum: | 28.08.08 20:36 |
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Hi zusammen,
Hintergrund ist folgender: Die Situation in der BBL ist derzeit von Saison zu Saison die selbe. Und zwar wird man den Endruck nicht los, dass die Liga sich mehr und mehr nach "unten" abschottet. Die Möglichkeiten der sportlichen Qualifikation sind sehr beschieden. Man betrachte nur die Situation in der Pro A. Dort spielt ein Club eine überragende Saison und kann nicht den Aufstieg realisieren. Im Gegenzug bleibt ein anderer Club in der BBL, der sportlich gesehen dort nichts mehr zu suchen hat. (Liebe Trierer nicht böse sein hier ist nur der sportliche Teil gemeint. Ich weiß die Trierer Tradition zu schätzen). Ähnliche Beispiele lassen sich von BBL zur Pro A, zur Pro B, bis in die Regionalliga aufzeigen.
Kurz gesagt so gehen die Anreize für Vereine an der (unteren) breiten Basis verloren, qualitaiv hochwertige Arbeit zu leisten und damit dem BBall in D weiter voran zu bringen.
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| Betreff: |
Aw:Basketball kills Basketball !? |
| Autor: |
Murphy |
| Datum: | 28.08.08 20:51 |
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Das Problem ist ja nicht nur sportlicher Natur. Ich kann die BBL insoweit verstehen, dass potentielle Erstligisten auch wirtschaftliche Kriterien erfüllen müssen. Das tun auf Anhieb die aller wenigstens Zweitligisten. Das Gefälle zwischen 1. Liga und 2. Liga ist viel zu groß. Leider gab es in der Vergangenheit auch öfter Probleme, dass Teams nur sehr schwer die komplette Saison durchgestanden haben, zuletzt Köln.
Eine ähnliche Situation ohne Abstieg gab es vor einigen Jahren bereits beim Eishockey und wurde dann wieder abgeschafft, weil gerade im unteren Tabellendrittel irgendwann die Luft raus war und nicht mal mehr um die goldene Ananas gespielt wurde.
Außerdem ist es generell schwer, abseits der Basketballhochburgen wie beispielsweise Berlin oder Bamberg ausreichend Gelder zu akquieren, zumal man bedenkt, dass Basketball realistischer Weise nur auf Platz 4 der Mannschaftssportarten hinter Fußball, Handball und Eishockhey rangiert.
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| Betreff: |
Aw:Basketball kills Basketball !? |
| Autor: |
Jonas |
| Datum: | 28.08.08 22:11 |
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Hallo,
wollt auch noch einaml was zu dem Thema sagen...
Und ich geb dem Alex vollkommen Recht.
Das Problem mit dem Geld geht noch weiter runter als nur bis zur 2.Bundeliga...
Grad letztes Jahr gab es hier in Konstanz ein passendes Beispiel. Konstanz gehört eben wie im Beitrag vor mich, nicht zu den Basketball-Hochburgen...Sondern ist im Vergleich eher ein Kaff.
So also letztes Jahr eben waren wir, also der TV Konstanz, in der playoff-Runde um den Aufstieg in die 2.Liga. Dann aber mehr oder weniger absichtlich verloren, weil das Geld nicht gelangt hat. Das weis ich daher, weil ich eben mit den führenden Personen beim TV Konstanz guten Kontakt habe...
Man hätte nämlcih eine neue Halle bauen müssen, die Platz für mehr Zuschauer hätte, und dann natürlcih immer die Reisen durch ganz Deutschland müssen bezahlt werden...
Und so hat man sich dann entschieden weiter in der Regionaliga zu spielen.
Meiner Ansicht nach, sollte man die kleinen Clubs finanziell oder auch einfach durch Beratungen zu helfen, so das auch mal der Funke überspringen kann, wie zb beim Fußball...
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| Betreff: |
Aw:Basketball kills Basketball !? |
| Autor: |
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| Datum: | 29.08.08 14:54 |
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das problem sind grundsätzlich nicht die wirtschaftlichen anforderungen, die an die vereine gestellt werden. ein proA club muss eben 400.000 euro ab nächster saison vorweisen können, was ein schritt in die richtige richtung ist. denn zu oft sind auch heute noch die strukturen in den zweitligaclubs, die von breitensportclubs aus dem tiefsten schwarzwald. viele vereine haben bis heute noch nicht begriffen, dass sich ein bundesligaspielbetrieb nicht durch ehrenamtliche bewältigen lässt. wir brauchen viel mehr hauptamtliche schon in proB clubs und in den regionalligen. ein hauptamtlicher pro verein, der sich den lieben langen tag mit dem management, der buchhaltung, der sponsorensuche etc intensiv befässt. natürlich stellt sich für viele vereine die frage, wie sie so einen posten bezahlen sollen, aber warum bitteschön bezahlen Eltern gut und gerne 50 Euro im Monat für vier Stunden Klavierunterricht, aber regen sich auf für drei Trainingseinheiten in der Woche 80 Euro im jahr Vereinsbeitrag zu zahlen? Wo ist da die Relation? Sport ist zu günstig in Deutschland. Es würde in einem normalen Verein niemand abspringen nur weil er das doppelte zahlen müsste und auch für schwierige soziale Fälle kann man Lösungen finden. Warum also muss sich der Sport, die wertvolle Arbeit, die die coaches tag für tag leisten, so unter wert verkaufen? Deutschland hat ein strukturproblem und das können schon die kleineren vereine ein stück weit beheben.
ich persönlich komme aus der organisation eines relativ teuren und sehr erfolgreichen vereins und man muss sagen, dass alle eltern durch die bank weg bei uns bereit sind die beiträge zu zahlen sowie teure zusatzleistungen wie trainingspakete, einzeltraining, trainingslager etc.
wenn die verantworlichen und die coaches einen guten job erledigen, sind auch die leute bereit für diese leistungen zu zahlen.
das andere angesprochene problem ist natürlich das, dass sich die ligen sprichwörtlich abschotten. es ist schwierig für einen jungen spieler durch die ligen hindurch seinen weg nach oben zu gehen. zu oft wird in teure amis investiert statt in kostengünstigere jungs aus der region. natürlich ist dieser weg auch leichter. man spart sich die teure jugendarbeit und eine menge ärger. amis kann man zur not feuern und schnell für ersatz sorgen, aber was macht man mit seinem eigengewächs?! das es auch ohne amis geht beweisen clubs wie ehingen und güssbach regelmäßig.
ich denke, dass, wenn ein bisschen umgedacht wird in deutschlands hallen, die situation gar nicht so schlecht aussieht.
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| Betreff: |
Aw:Basketball kills Basketball !? |
| Autor: |
Zenmaster |
| Datum: | 30.08.08 13:21 |
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Ich finde die Entwicklung grundsätzlich für bessere Infrastruktur zu sorgen nicht verdammenswert. Im Gegenteil! Dies ist ein dringend nötiger Schritt um zu anderen Sportarten aufzuholen, bzw. sich von diesen abzusetzen.
Allerdings ist es zwingend notwendig, dass in den unteren Ligen bessere Strukturen geschaffen werden. Und hier sind nicht nur die Vereinsverantwortlichen gefragt, sondern auch Verbände und vor allem die Wirtschaft. Es ist wichtig, dass weitere Partner gewonnen werden, um Aktionen wie die einer bekannten Bank zu starten. Diese müssten aber nicht nur die Förderung von Spitzensportlern einschließen, sondern auch die Förderung von Nachwuchs- Traineraubildungen und Beratung zur Konzeptionierung von Nachwuchsförderung.
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| Betreff: |
Aw:Basketball kills Basketball !? |
| Autor: |
Zenmaster |
| Datum: | 02.09.08 19:48 |
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Das zum Thema die Wirtschaft muss sich auch für unsere breite Basis engagieren: Wenigstens ein Unternehmen hat sich die Förderung der Breite auf die Fahnen geschrieben und setzt sich für den Basketball ein. Bin auf die Aktion "Teamoffensive" von basketballdirek.de gestoßen. Hier gibts einige Möglichkeiten ohne externe Sponsoren eine Partnerschaft einzugehen und so seine Teams in einem vernünftigen Preis- / Leistungsverhältnis ausstatten zu können.
Da wir zur Zeit auch auf der Suche nach einem Sponsor "für die Brust" sind werd ich mich mal intensiver mit der Aktion auseinander setzen und mit dem Unternehmen die verschiedenen Möglichkeiten ausloten.
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