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| Betreff: |
Alternative zum Boykott |
| Autor: |
lutz k. |
| Datum: | 06.04.08 13:09 |
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habe gestern den Artikel in der Süddeutschen über netzathleten und Probleme und Aktivitäten der Olympiateilnehmer im Zusammenhang mit China und Tibet gelesen und habe einen Vorschlag.
Vielleicht könnte man den dann ja auch in einem Eurer Foren besprechen.
Die Aktionen, die bisher in der Dikussion sind haben alle gravierende Nachteile, mein Vorschlag könnte mit allen anderen Ideen kombiniert werden, ist von keinem Funktionär oder Sponsor angreifbar und trotzdem sehr deutlich SICHTBAR!
Alle Athleten, aller Teilnehmerländer (die nötigen Kontakte zur Verbreitung der Idee habt Ihr) schneiden sich die Haare ganz kurz oder rasieren sie ganz ab (auch die Frauen, Kurzhaarfrisuren können ja auch sehr gut aussehen). Wie die tibetanischen Mönche das ja auch tun.
Vorteile:
- jeder sieht das, Bändchen kann man im TV ausblenden, Köpfe nicht.
- niemand kann gezwungen werden Toupets zu tragen.
- kurze Haare und Glatzen sind sowieso modern.
- kurze Haare sind für viele Sportarten sowieso günstig (Schwitzen, Aerodynamik? etc.)
Nachteil:
- Sportler, die sowieso kurze Haare oder Glatze tragen werden mit den Protestierern in einen Topf geworfen auch wenn Sie die Politik der Chinesen befürworten.
Ich denke mit diesem Nachteil kann man leben, wenn die Sache bekannt ist, haben die Diktatorenfreunde noch genug Zeit sich Ihre Haare wachsen zu lassen!
Natürlich muss die Aktion bekannt gemacht werden, alle und speziell auch die Chinesen müssen wissen was das Symbol bedeutet.
Ich freue mich schon auf die kurzhaarigste Olympiade aller Zeiten.
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Martin L. |
| Datum: | 07.04.08 08:51 |
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fast eine geniale Idee - wenn sich Sportler fänden das zu machen. Das geht ja schon sehr in die eigene Wohlfühlsphäre eines jeden. Aber eine große Menge Sportler mit den "Köpfen der tibetanischen Mönche" wäre unübersehbar !
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Michael B. |
| Datum: | 07.04.08 20:32 |
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Sportler mit Glatze wären auf jedenfall ein super Zeichen. Allerdings wüsste ich nicht, ob ich es machen machen würde. Eine Glatze könnten wir uns alle rasieren, auch ohne an Olympia teilzunehmen. Nur hänge ich schon ziemlich an meinen Haaren...
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Martin F. |
| Datum: | 08.04.08 09:24 |
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Als "Deutsche" die Haare abrasieren.... hmmm... eine Gradwanderung...
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Sören M. |
| Datum: | 08.04.08 13:10 |
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Ich frage mich, warum die Sportler denn nicht außerhalb des olympischen Dorfes oder der Wettkampfstätten gemeinsam demonstrieren. Denn da handeln Sie nicht gegen die olympische Charta und die Chinesen werden sicher nicht die Sportler festnehmen, oder?
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Martin L. |
| Datum: | 08.04.08 13:33 |
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Martin schrieb:
Als "Deutsche" die Haare abrasieren.... hmmm... eine Gradwanderung...
Dann nicht, wenn wir es schaffen auch Sportler anderer Nationen mit zu ziehen. Prinzipiell gebe ich Dir recht - aber mit hunderten anderen wäre das kein Argument mehr. Wobei ich feststelle, dass eh nur Sinn macht, wenn sich sehr viele (wirklich sehr viele) daran beteiligen.
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Michael R. |
| Datum: | 08.04.08 13:49 |
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das is eindeutig ein politisches Signal... nur ma so, von wegen Wahrung des olympischen Friedens.
Sportler, die dort hinfahren, müssen ja schon fast eine Stigmatisierung befürchten, nur weil sie sich nen großen Traum erfüllen. Die Diskussion um einen Boykott schlägt einfach viel zu hohe Wellen.
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Martin L. |
| Datum: | 08.04.08 19:43 |
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Michael schrieb:
das is eindeutig ein politisches Signal... nur ma so, von wegen Wahrung des olympischen Friedens.
das aber genau soll es auch sein, im Rahmen des möglichen soll Protest gezeigt werden - das ist das Recht eines jeden Sportlers - nicht seine Pflicht !
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Uwe R. |
| Datum: | 08.04.08 21:38 |
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Lutz schlägt vor: "Alle Athleten ... schneiden sich die Haare ganz kurz oder rasieren sie ganz ab ... Wie die tibetanischen Mönche das ja auch tun." Antwort: Ich hatte die Initiative so verstanden, dass ausdrücklich kein direkter Bezug zu Tibet hergestellt werden sollte. Menschenrechte sind unteilbar und wer sich einmal den Jahresbericht von "amnesty international" durchliest (egal welches Jahr), wird feststellen, dass in unzähligen Staaten der Erde die Menschenrechte nicht verwirklicht sind. Wo sollten also dann Olympische Spiele stattfinden dürfen, wenn nicht auch in China? Wie wäre es also mit Weißrussland, Russland oder den USA (willkürliche Verhaftungen und Zeitungsverbote einerseits und Folter in Guantanamo andererseits)? Und Deutschland? Haben nicht BKA-Beamte und KSK-Soldaten Guantanamo-Häftlinge verhört und teilweise gefoltert? Also stoppen wir unsere deutsche Hochnäsigkeit und Heuchelei. Und nun noch zu den tibetischen Mönchen: Wir fordern in China zu Recht freie Wahlen. Aber wir schweigen, wenn folgendes passiert: Ein kleines minderjähriges Kind wird von einer kleinen Mönchskaste seinen Eltern weggenommen. Die Mönche erziehen das Kind abgeschottet von der Außenwelt. Dieser Junge bzw. dieser Mann sei die „Wiedergeburt“ eines vor Jahren verstorbenen anderen Mönches, erklärt die Mönchskaste, die noch nie eine Straße - geschweige denn Schulen und Krankenhäuser gebaut hat - der leichtgläubigen westlichen Welt. Die angesprochenen Mönche lehnten sogar den Bau einer Eisenbahnlinie nach Lhasa ab. Modernität, Flexibilität und Bewegungsfreiheit für alle stehen nicht hoch im Kurs bei diesen Mönchen. Schlimmer noch: Während wir über „Leitkultur“ streitig debattieren und es zu Recht als ekelhaften Rassismus verurteilen, wenn jemand sich gegen in Deutschland lebende Muslime wendet und dabei von „Überfremdung“ faselt, übernehmen viele Leute (u.a. die Gesellschaft für bedrohte Völker) unkritisch das zweifellos rassistische Schlagwort vom „kulturellen Genozid in Tibet“, das der Friedensnobelpreisträger „Dalai Lama“ kalt kalkulierend prägte. Brandschatzende Mönche taugen nicht als „Sachwalter der Demokratie und des Friedens“, ebenso wenig wie Soldaten.
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
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| Datum: | 09.04.08 00:29 |
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also ich hätte da auch eine idee, die zwar etws übung bedarf – aber es könnte funktionieren.
ich könnte mir vorstellen, dass die athleten beim einlauf in das stadion buchstaben bilden,
XXXX XXX XXXX XXXX XXXXX X XXX XXXX XXXX
X X X X X X X X X X X
XXXX XXX XXXX XXXX X X XXX XXXX X
X X X X X X X X X X X
X X X XXXX XXXX X X XXX XXXX X
das bedarf zwar einer großen mannschaft und etwas übung ... aber es ist machbar.
natürlich kann man auch jedes andere statement auf diese art und weise abgeben (war jetzt nur zu faul mehr zu schreiben ;-) )
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Volvic V. |
| Datum: | 09.04.08 13:00 |
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diese Glatzen-Idee finde ich viel besser, als die Bänder, weil die Glatzen sowohl in der gegenwart als auch auf jedem historischen Foto sichtbar sind. die Glatzen treffen die Chinesen wirklich, weil sie sich nicht verheimlichen lassen.
man kann das auch von jedem sportler erwarten, finde ich. in china laufen gerade säuberungen, da werden menschen umgebracht und eingesperrt, und zwar WEGEN den olympischen spielen. olympia soll sauber sein. die schießen euch das spielfeld frei. da kann man doch erwarten, dass ihr euch als demonstration der ablehnung die köpfe rasiert, auch wenn der eine oder andere dann nicht mehr ganz so hübsch ist. der eine oder andere tibeter ist tot. das is n zacken härter.
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Michael B. |
| Datum: | 09.04.08 14:06 |
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Rasierst du dir auch die Haare ab? Schließlich könnten das alle machen und damit den Protest auf die Straßen weltweit tragen. Ich muss leider zugeben, dazu bin ich nicht bereit.
Gruß
Michael
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Volvic V. |
| Datum: | 09.04.08 14:50 |
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ja, würde ich machen.
allerdings ist es als zuschauer noch sinnvoller, die spiele zu boykottieren, in dem man sie nicht anschaut. und ich werde sie mir nicht anschauen.
für sportler wäre meines erachtens das beste olympische statement, zu sagen: ich mach da nicht mit. "Not in my name." aber, ok, wenn das zuviel verlangt ist - sich die haare abzurasieren, um zu sagen: ich mache mich nicht zum aushänge-schild der mörder, dass ist weiss gott nicht zuviel verlangt.
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Michael R. |
| Datum: | 09.04.08 15:49 |
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ein Link zu einem Artikel Adrian Geiges (Stern)
http://tinyurl.com/4nrxuc
Ich stelle daher, ganz explizit folgende Fragen: Ist dieser Mann das wert? Ist sein Volk das wert? Ein Volk, das die Sklaverei wählt und Menschen auf offener Straße verbrennt, nur weil die aussehen wie Chinesen? Wollt Ihr diesen offenkundlichen Rassismus der Tibeter unterstützen?
@ Uwe Reinecke:
Vielen Dank für die Darstellung, endlich mal einer, der nicht der blinden "Propaganda" von BILD und co folgt
@ all
ALLES hat 2 Seiten... warum sind hier nur die meisten anuf dem tibetischen Auge blind?
"ich mach mich nich zum Aushängeschild der Mörder" "Glatze rasieren"
pff... gemordet wird auf beiden Seiten... So ein Blödsinn!
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| Betreff: |
Aw:Alternative zum Boykott |
| Autor: |
Jana M. |
| Datum: | 09.04.08 16:52 |
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also ich denke auch, es geht nicht darum, sich auf die seite der chinesen oder tibeter zu stellen. auf beiden seiten wird gegen menschenrechte verstoßen!
meiner meinung nach geht es darum, seinen mitmenschen klar zu machen, dass man gegen diese menschenrechtsverstöße ist. egal wer diese ausführt!!!
und dafür trage ich demnächst gern das Band, werde es auch gern im Frendeskreis verteilen.
Aber die Haare würde ich mir aus diesem Grund nicht abrasieren, denn damit würde ich meiner Meinung nach "mitteilen", dass Tibet absolut "fehlerfrei" ist!
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